Börsendrama um Twitter
#Kurssturz

Die Quartalszahlen von Twitter schlugen ein wie eine Bombe. Nicht nur, weil sie unter den Erwartungen liegen, sondern weil sie auch vor Börsenschluss durchsickerten. Die Aktie sackte 18 Prozent ab.
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San FranciscoEs ist beinahe ein schlechter Witz. Natürlich auf Twitter verkündete die Finanz-Plattform Selerity am Dienstag die schlechte Neuigkeit: Der Kurznachrichtendienst Twitter verfehlt die Umsatzerwartungen im ersten Quartal. Das Besondere daran: Die Meldung kam fast eine Stunde vor Börsenschluss. Eigentlich hätten die Zahlen bis dahin unter Verschluss bleiben müssen.

Die Börse reagierte verunsichert, zunächst sackte der Wert rund sechs Prozent durch, bevor die Aktie vom Handel ausgesetzt wurde. War das echt? Ja, schob die Finanzseite nach, es war kein geheimer Informant oder eine eigene Schätzung. Die Informationen lieferte Twitter selbst, beteuerte das Unternehmen. Ein Patzer, wie er ab und zu mal vorkommt an Wall Street. Vielleicht hat nur jemand zur falschen Zeit den falschen Knopf gedrückt und die Informationen online gestellt?

Unternehmenschef Dick Costolo blieb nichts anderes als die Flucht nach vorne. Die Zahlen wurden bestätigt, der Handel wieder aufgenommen, und zur Schlussglocke fehlten rund fünf Milliarden Dollar oder 18 Prozent der Börsenkapitalisierung. Nachbörslich gab es eine minimale Erholung.

Peinlich: Die Investorenseite von Twitter wird bei der Börse Nasdaq gehostet. „Wir untersuchen gemeinsam was vorgefallen ist“, entschuldigte sich Twitter im Analystengespräch. „Die Firma Selerity hat uns mitgeteilt, dass unsere Daten online sind. Daraufhin haben wir die Börse gebeten den Handel auszusetzen.“
Peinlich für die Techbörse Nasdaq, aber ein Sieg für Selerity. Die Finanzseite aus New York ist in aller Munde. Das Unternehmen prüft routinemäßig, in regelmäßigen Abständen die Finanzkommunikationsseiten von Unternehmen, deren Veröffentlichungen anstehen, erklärt Brendon Gilmartin von Selerity gegenüber dem Online-Portal „The Verge“. Dafür habe man eine Automatisierungssoftware entwickelt. Das Gleiche wie nun bei Twitter, so berichtet Forbes, hat 2011 schon einmal bei Microsoft geklappt.

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  • Twitter, Google, Apple und andere Internet-Bläschen werden im Laufen von 3- 6 Jahren auf den normalen Level von ca. 25% des akt. Wertes zurück kommen. Das passiert aber in Stufen.

    Abstürze sind dann die Regel und keine wirkliche Überraschung.

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