Börsengang Alibaba-Gründer wollen sich selbst bevorzugen

Mit Spannung wird der milliardenschwere Börsengang des Internet-Riesen Alibaba erwartet. Insidern zufolge möchten die Gründer beim Börsengang private Anleger außen vor lassen. Doch die Börsenaufsicht hat das letzte Wort.
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Der Börsengang des Internet-Suchgiganten soll 15 Milliarden Dollar schwer werden. Quelle: Reuters

Der Börsengang des Internet-Suchgiganten soll 15 Milliarden Dollar schwer werden.

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BerlinDie Gründer des chinesischen Internet-Riesen Alibaba setzen offenbar alles daran, nach dem mit Spannung erwarteten Börsengang die Zügel weiterhin in der Hand zu halten. Derzeit würden Gespräche mit der Hongkonger Börse geführt, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Es wird erwartet, dass Alibaba dort bis zum Jahresende seine mehr als 15 Milliarden Dollar schwere Neuemission durchzieht. Allerdings gilt die Hongkonger Börse als Gegner von sogenannten dualen Notierungen, bei denen im Allgemeinen die Firmengründer und das Management über die individuellen Anleger gestellt werden. Solche Strukturen müssten zudem von der zuständigen Börsenaufsicht genehmigt werden, die ein entsprechendes Anliegen bereits im Falle des Fußball-Clubs Manchester United abgelehnt hatte. Dieser ging dann letztlich in New York an die Börse.

Angesichts der Schwierigkeiten äußerte sich ein Hongkonger Banker skeptisch, dass Alibaba am Ende wirklich eine duale Notierung anstrebt. Während diese in den USA recht gebräuchlich sind, hat sie in Hongkong nur der Mischkonzern Swire Pacific inne. Experten zufolge ist deswegen für Alibaba auch eine Notierung an der Wall Street noch nicht vom Tisch. Alibaba wie auch die Hongkonger Börse wollten keine Stellung nehmen. Bisher hat der Konzern noch nicht einmal offiziell bestätigt, dass er aufs Börsen-Parkett will.

Alibaba wurde von Jack Ma und 17 anderen Personen in der ostchinesischen Stadt Hangzhou gegründet. Ma sowie der frühere Finanzchef Joseph Tsai halten rund zehn Prozent an dem Unternehmen. Weitere 24 Prozent gehören Yahoo und 35 Prozent sind in den Händen des japanischen Telekomkonzerns Softbank.

  • rtr
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