Börsennotierung bedroht
Sanyo korrigiert Bilanzen

Dem japanischen Elektronikkonzern Sanyo droht wegen fehlerhafter Bilanzen die Streichung vom Börsenkurszettel. Der mit Verlusten kämpfende weltgrößte Hersteller von wiederaufladbaren Batterien musste seine Bilanzen für die Muttergesellschaft für die vergangenen sechs Geschäftsjahre korrigieren.

HB TOKIO. Nach Angaben vom Dienstag summieren sich die Verluste in diesen Jahren auf 484,5 Milliarden Yen (2,9 Mrd Euro), nachdem zuvor 478,6 Milliarden Yen ausgewiesen worden waren. Die Börsenleitung in Tokio lässt nun überprüfen, ob die Aktien des Elektronikkonzerns möglicherweise vom Kurszettel genommen werden.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, werden als Konsequenz der Bilanzierungsfehler die Gehälter von sieben Spitzenmanagern gekürzt und Pensionszahlungen für Vorstandsmitglieder gestrichen. Die falsch kalkulierten Bilanzen hatten dazu geführt, dass irrtümlich Dividenden gezahlt wurden.

Als Gründe für die Bilanzierungsfehler wurden unter anderem ein unzureichender unternehmensinterner Kontrollmechanismus angeführt. Die Wertpapier-Aufsichtskommission empfahl der Finanzaufsicht, gegen Sanyo eine Geldbuße von 8,3 Millionen Yen zu verhängen.

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