Böse Überraschung für Finanzmärkte
Xilinx und Altera senken Umsatzprognosen

Die US-Mikrochiphersteller Altera und Xilinx haben die Finanzmärkte nach Börsenschluss am Mittwoch in New York mit Senkungen ihrer Umsatzprognosen überrascht. Die Einnahmen würden in den letzten drei Monaten dieses Jahres kräftiger zurückgehen als bisher angenommen, teilten beide Unternehmen mit.

HB SAN FRANCISCO. Die Aktien von Xilinx büßten nach der Mitteilung nachbörslich sieben Prozent ein, nachdem sie den Handel an der Nasdaq bei 30,73 Dollar beendet hatten. Die Papiere von Altera gaben ausgehend vom Schlusskurs von 22,20 Dollar acht Prozent nach. Die Nachrichten drückten über Nacht die Kurse an den fernöstlichen Börsen ins Minus und dürften am Donnerstag Analysten zufolge zumindest die Titel von Chip-Aktien wie Infineon und Epcos belasten.

„Die Mid-Quarter-Updates von Altera und Xilinx waren enttäuschend. Das dürfte die Aktien von Infineon, Epcos möglicherweise auch von Siemens belasten“, sagte Analyst Heino Ruland vom Brokerhaus Steubing. Die US-Unternehmen machten für die geringeren Erwartungen die anhaltenden Belastungen durch volle Chip-Lager und deutliche Rückgänge bei der Nachfrage aus den Kommunikationsmärkten verantwortlich. Die Lagerbestände seien zuletzt stärker angewachsen als erwartet, hieß es bei beiden Firmen. US-Branchengewerkschaften erwarten, dass die weltweite Halbleiterindustrie im kommenden Jahr angesichts eines Überangebots an Chips unter Druck geraten wird.

Das im kalifornischen San Jose ansässige Unternehmen Xilinx gab bekannt, nun mit einem Umsatzrückgang um fünf bis acht Prozent im Vergleich zum dritten Quartal zu rechnen. Bisher hatte es ein Minus zwischen zwei und sechs Prozent prognostiziert. Konkurrent Altera senkte die Prognose für den selben Zeitraum noch deutlicher und geht jetzt von um neun bis zwölf Prozent geringeren Einnahmen aus. Bislang hatte es geheißen, der Umsatz werde um ein bis fünf Prozent zurückgehen.

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