Boom bei Live- und Onlinemusik
Popkomm gibt positive Signale

Die Popkomm 2005 hat die an sie gestellten Erwartungen erfüllt. Die Veranstalter haben am Freitag zum Abschluss der Musikmesse eine positive Bilanz gezogen. Die Talsohle sei Durchschritten, hieß es verheißungsvoll.

HB BERLIN. „Das ist die internationalste Popkomm, die wir je veranstaltet haben“, sagte Geschäftsführer Ralf Kleinhenz am Freitag mit Blick auf die 796 Aussteller aus 48 Ländern - ein Zuwachs von 20 %. „Das Signal der Popkomm ist: Es geht wieder aufwärts - für den gesamten Musikmarkt.“ Als Partnerland der nächsten Popkomm (13. bis 15. September 2006) wurde Brasilien vorgestellt, nachdem dieses Mal Spanien dabei war.

Die Messeteilnehmer hätten die 17. Popkomm gut beurteilt, sagte Kleinhenz. Einer Umfrage zufolge bewerteten 80 % der Aussteller die Geschäftskontakte als positiv; 87 % der Befragten wollten demnach im nächsten Jahr wiederkommen.

„Musik ist ein persönliches Geschäft, da sind Kontakte sehr wichtig“, sagte Dieter Schubert, Geschäftsführer der Konzertagentur A.S.S. Concert & Promiton GmbH. „Die Deals selbst werden eher danach gemacht, aber man erhält durch die vielfältigen Kontakte hier neue Möglichkeiten, Geschäfte zu machen.“

Die deutschen Veranstalter waren zum ersten Mal mit einem Gemeinschaftsstand auf der Popkomm vertreten, die in früheren Jahren von der Plattenbranche dominiert war. „Der Musikmarkt hat sich verändert, der Live-Markt ist wichtiger geworden“, sagte Schubert. Während der Umsatz mit Tonträgern seit dem Jahr 2000 um rund 40 % auf 1,75 Mrd. € (2004) zurückgegangen ist, konnten die Tourneeveranstalter ein Umsatzplus verbuchen. Die aktuellsten Zahlen weisen für 2003 ein Plus von zwei Prozent auf 2,7 Mrd. € aus. Die neue Bedeutung spiegelte sich auch im Kongressprogramm wider, das der Live-Musik erstmals ein breites Angebot widmete.

Auch Kleinst-Unternehmen ohne eigenen Messestand zeigten sich zufrieden. „Wir treffen hier Leute von unserem Vertrieb, auch aus dem Ausland, die wir sonst nur vom Telefon her kennen“, sagte Andreas Staebler, der in München den Plattenladen „gutfeeling recordstore“ und eine Plattenfirma betreibt.

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