Boom in Japan sorgt für Engpass
LCD-Flachfernseher werden teurer

Wer kurzentschlossen vor Weihnachten noch einen Flachfernseher fürs Wohnzimmer kaufen möchte, muss sich unter Umständen auf Wartezeiten und höhere Preise einrichten.

DÜSSELDORF. Was im Sommer zur IFA in Berlin von den Händlern geordert wurde, ist großteils verkauft, und der Nachschub wird teurer. Deutschland-Marktführer Philips hat in den besonders gefragten Heimkino-Größenklassen 32 und 37 Zoll (82 und 94 Zentimeter Diagonale) die Preise im Schnitt um drei Prozent angehoben, sagte ein Philips-Sprecher. Ausgerechnet das Einstiegsmodell bei den beliebten „Ambilight“-Geräten mit farbiger Hintergrundbeleuchtung, das Model 32-9966, sei praktisch ausverkauft.

Auch die asiatischen Konkurrenten plagen Lieferengpässe. „Wir liegen erheblich über Plan“, sagt Frank Bolten, Deutschlandchef bei Sharp mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Im Oktober lag der Verkauf von Sharp-LCD-Fernsehern zwar 260 Prozent über dem Vorjahresmonat. Aber Bolten könnte noch mehr verkaufen, wenn er nur Ware bekäme. „Größere Aufträge aus dem Handel“, räumt er ausgerechnet vor dem Weihnachtsgeschäft ein, „können wir gar nicht mehr annehmen.“ Der Grund: Sharp Japan weiß schon nicht mehr, wo sie die Fernseher für den Heimatmarkt her nehmen sollen. Hilferufe aus Übersee verhallen deshalb ungehört. Am Freitag setzte der Weltmarktführer das Jahresziel für Japan auf 1,85 Mill. LCD-Geräte hoch nach zuvor 1,7 Mill. – im Jahresvergleich ein Plus von 42 Prozent. Der gesamte deutsche LCD-Markt wird für 2005 auf 1,2 Mill. Geräte geschätzt, nach 0,48 Mill. im Vorjahr.

Besonders die Einführung des terrestrischen Digitalfernsehens DVB-T sorgt in Japan für einen Run auf Flachfernseher, heißt es . Über 57 Prozent der Haushalte können das moderne Antennen-TV empfangen.

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