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Boomender Markt: Burda steigt bei Videoportal Sevenload ein

Der Münchener Medienkonzern Burda beteiligt sich überraschend an dem Kölner Video- und Fotoportal Sevenload. „Der Markt der Videoplattformen ist wegen seines starken Wachstums sehr interessant. Sevenload hat sich ebenso wie Youtube bereits 2005 gegründet“, sagte Burda-Manager Marcel Reichart dem Handelsblatt zur Begründung.

DÜSSELDORF. Mit dem Einstieg in den boomenden Markt der Videoportale will Burda neue Zielgruppen erschließen und gleichzeitig unabhängiger vom schwierigen Zeitschriftengeschäft werden. Hubert Burda hat über seine Beteiligungsgesellschaft Burda Digital Ventures ein Fünftel der Anteile an Sevenload erworben. Die beiden Gründer Axel Schmiegelow und Ibrahim Evsan werden als Geschäftsführer aber Sevenload weiter eigenständig führen. Über den Kaufpreis haben die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart. Laut Brancheninsidern soll es sich um einen hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrag handeln. An Sevenload ist auch der Kölner Außenwerbekonzern Ströer beteiligt

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Burda will über die Beteiligung an Sevenload die eigenen Marken wie „Bunte“, „Focus“, „Freundin“ oder „Cinema“ im Internet ausbauen und neue Werbekonzepte, die Print und Online verbinden, ausprobieren. „Wir wollen über Sevenload Themen befördern, bei denen wir bereits starke Marken und Communities haben“, sagte Reichart, der ein enger Vertrauter des Verlegers Hubert Burda ist. Auch stehen in Zukunft weitere Akquisitionen an. „Wir werden weiter sinnvoll dazu kaufen und selbst entwickeln“, sagt Reichart. Sevenload will mit Unterstützung des neuen Gesellschafters Burda demnächst ins Ausland expandieren. Derzeit wird in der Kölner Firmenzentrale an der internationalen Ausbreitung gearbeitet. Sevenload gehört nach Marktschätzungen derzeit zu den größten zehn Videoportalen in Deutschland. Verlässliche Zahlen fehlen aber in der noch jungen Branche des Internetfernsehens. Das Videoportal zählt nach eigenen Angaben 87.000 angemeldete Nutzer und täglich 1,2 Mill. Abrufe von Fotos und Videos.

Der Markt für Videoportale wächst rasant. Erst in der vergangenen Woche hatten die beiden Medienkonzerne News Corp und NBC Universal den Start eines Konkurrenzunternehmens zum populären Google-Videoportal Youtube angekündigt. Das neue Videoportal soll den weltweiten Marktführer Youtube angreifen. Auch in Deutschland boomt das Geschäft mit selbst gedrehten Filmen für das Internet. Der Fernsehsender RTL, eine Tochter des Medienkonzerns Bertelsmann, hatte im vergangenen August das Videoportal Clipfisch in Deutschland gegründet. Nach Unternehmensangaben zählt das Videoportal bereits ein Viertel Million registrierte Nutzer. Täglich gibt es 6,5 Mill. Abrufe von Videos. RTL-Vorstandschef Gerhard Zeiler bereitet nun die europäische Expansion vor.

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