Boulevard-Titel
Passé: „20cent Saar“ und „20cent Lausitz“

Die "Saarbrücker Zeitung" stellt zum Ende des Monats ihre Boulevard-Titel "20cent Saar "und "20cent Lausitz" ein. Zurzeit wird geprüft, wie viele Mitarbeiter der Blätter weiter beschäftigt werden können.

HB SAARBRÜCKEN. Wie die Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH am Donnerstag mitteilte, haben die Blätter "trotz stetig steigender Auflagen und beachtlichen Erfolgen im Lesermarkt" nicht die gewünschten kommerziellen Ergebnisse erreicht. Grund sei vor allem die rückläufige Anzeigenentwicklung. Die Lausitz- Ausgabe war 2004, die Saarland-Ausgabe 2005 an den Start gegangen.

"Wir müssen defizitäre Unternehmensbereiche hinterfragen und den Fokus auf die eingeführten und die langfristig erfolgreichen, neuen Produkte legen", sagte Verlagsgeschäftsführer Joachim Meinhold.

Das Unternehmen stelle sich angesichts der Medienkrise der Herausforderung, die Unternehmensgruppe "winterfest" zu machen, teilte Meinhold mit. Zurzeit werde geprüft, wie viele Mitarbeiter beider Blätter in der Unternehmensgruppe weiter beschäftigt werden könnten. "20cent Saar" und "20cent Lausitz" erreichen nach Angaben des Verlags jeweils eine Auflage von mehr als 15 000 Exemplaren. Die zur Holtzbrinck-Gruppe gehörende "Saarbrücker Zeitung" hat nach eigenen Angaben eine tägliche Auflage von mehr als 150 000 Exemplaren und erreicht rund 510 000 Leser. Zur Gruppe gehören unter anderem das Freizeitmagazin "Potato" und die Sportzeitung "saar.amateur" sowie die Internetplattform www.sol.de.

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