Boulevard-Zeitung will an Erfolg der „SZ-Bibliothek“ anknüpfen
Springer beunruhigt mit „Bild-Bibliothek“ den Buchmarkt

Der Berliner Springer Verlag (Bild, Welt, Hörzu) bringt Unruhe in den deutschen Buchmarkt. Danach will die „Bild“, Flaggschiff von Europas größtem Zeitungskonzern, in Kooperation mit der Verlagsgruppe Weltbild im Herbst eine „Bild-Bestseller-Bibliothek“ starten.

lip HAMBURG. Nach Informationen aus Springer- Kreisen plant die Zeitung, ihren 12 Millionen Bild-Lesern 25 bekannte Romane in gebundener Ausgabe zu einem Preis von jeweils 4,90 Euro anzubieten. Damit würden die Bücher deutlich unter den Hardcover-Ausgaben im Handel liegen, die rund 15 Euro kosten, heißt es in Branchenkreisen.

Der deutsche Buchhandel ist über den Vorstoß nicht erfreut. „Es werden nicht alle Buchhändler begeistert sein, dass solche populären Titel jetzt so preisaggressiv angeboten werden“, erklärte eine Sprecherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Dennoch geht die Sprecherin davon aus, dass der Handel dadurch nicht direkt bedroht werde.

Springer will mit seiner Offensive an den Erfolg der „Süddeutschen Zeitung“ mit ihrer „SZ-Bibliothek“ anknüpfen. Die Tageszeitung bietet seit dem März ihren Lesern Romane der Weltliteratur an, die pro Stück 4,90 Euro kosten. „Wir haben bereits 4,85 Millionen Exemplare verkauft“, erklärte ein SZ-Sprecher. Er sieht durch diese Aktion aber keine Gefahr für den Buchhandel. Im Gegenteil, die Tageszeitung wecke noch das Interesse der Bundesbürger an Literatur.

Ein Springer-Sprecher bestätigte die Kooperation zwischen „Bild“ mit Weltbild. Nähere Einzelheiten wollten er aber nicht nennen.

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