Branchenüberblick
IT-Firmen erklären Absturz für beendet

Hinter der IT-Branche liegen schwierige Monate. Die Zahlen vieler Unternehmen waren erheblich abgestürzt. Doch damit soll nun Schluss sein. Die Branche läutet den allmähichen Aufschwung ein. Doch es wird noch dauern, bis die Umsätze der Firmen wieder das alte Niveau erreichen.

MÜNCHEN. Die IT-Industrie schöpft Hoffnung. „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels“, sagte der Präsident des Branchenverbandes Bitkom, August-Wilhelm Scheer, am Mittwoch in München. Von einem durchgreifenden Aufschwung kann jedoch noch keine Rede sein. „Die IT-Branche wird im Jahr 2010 wieder wachsen, der Markt wird sich allerdings nicht vor dem Jahr 2012 so weit erholt haben, dass er sich auf dem Niveau von 2008 bewegt“, dämpft Peter Sondergaard vom Marktforschungsunternehmen Gartner die Erwartungen.

Das laufende Jahr müssen die erfolgsverwöhnten Informationstechnik-Anbieter schon jetzt abschreiben. Gartner geht davon aus, dass der Umsatz der Branche weltweit um etwa fünf Prozent sinken wird. Deutschland kommt mit einem vom Bitkom errechneten Minus von knapp drei Prozent noch ganz gut weg.

Die Unternehmen leiden vor allem unter einem miserablen ersten Halbjahr, in dem viele Firmen in die roten Zahlen gerutscht sind. Mit dem Münchener Chiphersteller Qimonda ist sogar eine der größten Firmen hierzulande pleitegegangen.

Inzwischen ist die Lage der Unternehmen angesichts steigender Umsätze aber nicht mehr ganz so düster. „Wir blicken verhalten optimistisch in die Zukunft“, sagt Steve Lalla, zuständig für Firmenkunden beim Computerhersteller Dell, im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Unsere Kunden stellen fest, dass ihre alten Geräte teuer zu warten sind. Deshalb machen sie sich jetzt wieder Gedanken, wo sie investieren müssen“, sagt der Manager. Dabei seien die Einkäufer auch wieder offen für Neuheiten. In den vergangenen Monaten hingegen sei es in den Gesprächen fast nur um Einsparpotenziale gegangen.

So wie Dell sehen das viele in der Branche. Die Stimmung habe sich im dritten Quartal deutlich aufgehellt, berichtet Bitkom-Chef Scheer. Die Auswirkungen der Krise seien auf die Firmen aber ganz unterschiedlich. Vor allem den Hardware-Anbietern mache der anhaltend harte Preiswettbewerb zu schaffen.

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