Branchenverband Bitkom
Fachkräftemangel hemmt Wachstum der IT-Branche

Die Informationstechnik- und Kommunikationsbranche rechnet wegen des guten Geschäftsklimas mit einem Umsatzplus. Von der ursprünglichen Erlösprognose musste der Branchenverband Bitkom allerdings schon im September abrücken. Denn nicht nur der Fachkräftemangel behindert das Wachstum.

HB DüSSELDORF. Mit 1,3 Prozent wird der Umsatzanstieg auch wegen des Preiswettbewerbs im Telekommunikationssektor geringer ausfallen als im Vorjahr, als noch ein Wachstum von 2,5 Prozent erzielt wurde. Von dem urpsprünglich erwarteten Plus von zwei Prozent war Bitkom bereits im September abgerückt.

„Die Stimmung in den ITK-Unternehmen ist weit überwiegend gut, in nicht wenigen Fällen sogar sehr gut“, sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer am Montag laut Redetext auf einer Pressekonferenz in München. Der Bitkom-Stimmungsindex sei zwar im dritten Quartal zum Vorquartal um fünf auf 59 Punkte gefallen, liege damit aber 18 Punkte über dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr rechneten drei Viertel der Unternehmen mit steigenden Umsätzen.

Anbieter von Software und IT-Diensten trieben den Markt an, erläuterte Scheer. Ihre Bedeutung nehme zu: „Sie stehen heute für 80 Prozent aller ITK-Unternehmen in Deutschland und sie stellen 60 Prozent aller Beschäftigten in der Branche.“ Auf diese Unternehmen konzentriere sich auch der steigende Personalbedarf. Auch die Unterhaltungselektronik lege bei den Umsätzen zu, während in der Telekommunikation im laufenden Jahr mit einem Umsatzrückgang von 1,8 Prozent zu rechnen sei.

Das Wachstum in der Branche könnte nach Ansicht des Bitkom ingesamt stärker ausfallen, wenn ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stünden. „62 Prozent der Unternehmen geben an, dass der Mangel an qualifizierten Fachleuten ihre Geschäftsentwicklung hemmt. Das ist ein neuer Rekordwert seit dem Start unserer Befragung vor sechs Jahren“, sagte Scheer. Der Branche fehlen vor allem Software-Entwickler, IT-Projektmanager und IT-Berater. „Bei Informatikern herrscht Vollbeschäftigung“, sagte Scheer.

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