Brasilien Polizei nimmt hochrangigen Facebook-Manager fest

Ein Facebook-Manager in Brasilien verweigert die Zusammenarbeit mit der Justiz - kurz darauf wird er in seiner Wohnung festgenommen. Es ist nicht das erste Mal, dass Brasilien hart gegen Facebook und WhatsApp vorgeht.
Update: 02.03.2016 - 01:06 Uhr
Die Dienste stehen im Visier der brasilianischen Behörden. Quelle: AP
WhatsApp und Facebook

Die Dienste stehen im Visier der brasilianischen Behörden.

(Foto: AP)

São PauloWegen mutmaßlicher Behinderung der Justiz hat die Polizei in Brasilien einen Manager des Internetkonzerns Facebook festgenommen. Der Vizepräsident für Lateinamerika, Diego Dzodan, habe sich einer richterlichen Anordnung widersetzt, Gesprächsprotokolle des Messengerdienstes WhatsApp an Drogenermittler weiterzugeben, berichtete die Zeitung „Folha de São Paulo“ am Dienstag.

Facebook und sein Tochterunternehmen WhatsApp kritisierten die Verhaftung. Das Unternehmen sei enttäuscht über die extreme und unverhältnismäßige Maßnahme, hieß es in einer Stellungnahme von Facebook.

Ein Richter hatte WhatsApp aufgefordert, einen Gesprächsverlauf zwischen mutmaßlichen Drogenhändlern an die Behörden herauszugeben. Als sich Facebook weigerte, wurde Dzodan in seiner Wohnung in São Paulo festgenommen. Der Internetdienst WhatsApp war 2014 von Facebook gekauft worden.

Der Facebook-Chef tourt durch Berlin
Auszeichnung für Zuckerberg
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Der Unternehmer erhielt am Donnerstagabend als erster Preisträger den Axel Springer Award des Berliner Medienhauses. Zuckerberg habe „mit Facebook das wichtigste Kommunikationsmittel einer neuen Generation geschaffen", sagte Springer-Chef Mathias Döpfner. Zwei Tage lang ist der Facebook-Gründer in Berlin unterwegs.

Zuckerberg mit Ehefrau Priscilla und Verlegerin Friede Springer
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Der Facebook-Gründer kam ausnahmsweise weder im grauen T-Shirt noch im dunklen Hoodie zu der Veranstaltung. „Ich habe auch bunte T-Shirts, die trage ich aber nur am Wochenende“, erwidert der Unternehmer.

Dank für die Auszeichnung
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Zuckerberg sagte, diese Auszeichnung sei für ihn „eine große Ehre“. Er erinnert an die Anfänge von Facebook, das er eigentlich nur entwickelt habe, um etwas für seine Kommilitonen auf dem College zu tun.

Virtual Reality
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Für den Facebook-Gründer ist sie die logische Weiterentwicklung der bisherigen Erzählformen im digitalen Zeitalter.

Bill Gates
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Der Microsoft-Gründer wurde per Video auf der Gala zugeschaltet.

Martin Schulz
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Der EU-Parlamentspräsident forderte in seiner Rede Zuckerberg zum verantwortlichen Umgang mit Nutzerdaten auf.

Zuckerberg und Kanzleramtsminister Altmaier (rechts)
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Zum Auftakt seines zweitägigen Berlin-Besuchs kündigte Zuckerberg europaweite Forschungspartnerschaften im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) an. In der ersten Runde spendet der US-Konzern 25 Hochleistungsserver im Wert von insgesamt rund 1,1 Millionen Euro an Forschungsinstitute in Deutschland und ganz Europa. Zu den ersten Empfängern gehört die TU Berlin.

„WhatsApp kann keine Informationen zur Verfügung stellen, die es nicht besitzt“, zitierten lokale Medien aus einer Stellungnahme des Dienstes. Das Unternehmen speichere die Gesprächsverläufe seiner Kunden nicht. Die Behörden erklärten hingegen, sie hätten nicht den Inhalt der Gespräche, sondern Geo- und Benutzerdaten von Verdächtigen angefordert.

Bereits im Dezember hatte die brasilianische Justiz ein Exempel statuiert: Weil WhatsApp in einem Kriminalfall Daten nicht herausgab, ließ eine Richterin den Messengerdienst landesweit blockieren. Nach 14 Stunden hob ein Berufungsgericht die Blockade auf und ersetzte sie durch eine Geldstrafe.

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  • dpa
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