British Midland ist erster europäischer Kunde
Lufthansa Systems will mit neuer IT-Plattform punkten

Im Kampf um einen gut 300 Mill. Euro schweren Auftrag für die neue IT-Plattform des weltgrößten Airline-Bündnisses Star Alliance gibt sich Lufthansa Systems noch nicht geschlagen.

HB/ebe FRANKFURT/M. Die IT-Tochter des deutschen Luftfahrtkonzerns präsentierte am Dienstag mit British Midland einen ersten Star-Alliance-Kunden für ihr neues System namens Future Airline Core Environment (Face). Zuvor hatte sich schon die indonesische Fluglinie Garuda entschieden, ihre IT-Systeme auf das neue Lufthansa-Produkt umzustellen.

Face unterstützt die wichtigsten Prozesse einer Fluglinie – von Reservierung über Ticketverkauf und Check-In bis hin zur Passagierabfertigung. Damit tritt die 40 Mill. Euro teure Neuentwicklung in Konkurrenz zu den globalen Vertriebssystemen führender IT-Dienstleister wie Amadeus oder Sabre. Deren dominante Position, die zu hohen Kosten von durchschnittlich zwölf US-Dollar pro Flugticket geführt hat, ist vielen Airlines ein Dorn im Auge.

Die Lufthansa, die indirekt 11,4 Prozent an Amadeus hält, verfolgt eine Doppelstrategie. Sie lässt ihre eigene IT-Tochter mit einem Konkurrenzprodukt gegen Amadeus antreten, um die Preise drücken zu können. In Branchenkreisen wird aber erwartet, dass zumindest die großen Star-Alliance-Mitglieder wie Lufthansa auf das umfangreichere IT-Paket bei Amadeus zurückgreifen werden. Lufthansa Systems (Umsatz 2004: 628 Mill. Euro) würde in diesem Fall die wichtigste Umsatzsäule wegbrechen. Face soll diese Einbußen mittelfristig über Zusatzgeschäft außerhalb des Konzerns ausgleichen.

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