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Browser-Streit: Microsoft kommt um Strafe nicht mehr herum

Eine Strafe für Microsoft im Rahmen des Browser-Streits ist nach Angaben der EU-Kommission nicht zu vermeiden. Wie hoch die Sanktionen ausfallen sollen, sagte Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia allerdings nicht.

Microsoft hat gegen die Verpflichtung verstoßen, Nutzern des PC-Betriebssystems Windows eine Auswahl verschiedener Web-Browser anzubieten. Quelle: dpa
Microsoft hat gegen die Verpflichtung verstoßen, Nutzern des PC-Betriebssystems Windows eine Auswahl verschiedener Web-Browser anzubieten. Quelle: dpa

BrüsselDie EU-Kommission will im Browser-Streit mit Microsoft Strafen gegen den US-Software-Riesen verhängen. Das kündigte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia am Montag in Brüssel in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP an. Auf die Frage, ob Sanktionen in dem Wettbewerbsverfahren unvermeidbar seien, antwortete Almunia: "Ja." Angaben zur Höhe der Strafe gegen Microsoft machte Almunia nicht. Strafzahlungen können bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes eines Unternehmens gehen.

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Die EU-Kommission leitete im Juli erneut ein formelles Verfahren gegen Microsoft ein, da das Unternehmen Nutzern seines Betriebssystems Windows 7 keine freie Auswahl bei Programmen zum Surfen im Internet, den sogenannten Internetbrowsern, gelassen habe. Kritiker werfen dem Konzern vor, die Konkurrenz zu benachteiligen. Microsoft entschuldigte sich und erklärte, ein "technischer Fehler" sei Grund dafür, dass die Browser-Auswahl derzeit fehle.

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"Es ist einfacher, unsere Verfahren voranzubringen, wenn ein Unternehmen die Verstöße anerkennt, die es gegen das Wettbewerbsrecht begangen hat", sagte Almunia. "Aber der Verstoß ist da und das über mehr als ein Jahr. Es ist klar, dass wir reagieren müssen."

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