Browsergames
Fonds sichern das Budget für Onlinespiele

Der Computerspielemarkt wird überschwemmt von guten Entwickler-Firmen. Aber es fehlt genügend Geld für alle Projekte. Bigpoint und andere große Spiele-Anbieter setzen auf Fonds-Finanzierung für neue Games.
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KölnDass sich die Computer- und Videospielbranche im Umbruch befindet, ist auf der Spielemesse Gamescom in diesen Tagen oft zu hören. Das Geschäft verschiebt sich immer mehr von den klassischen PC- und Konsolenspielen in die Onlinewelt und auf mobile Geräte.

Zugleich ist die Zahl der Entwickler für sogenannte Browserspiele, die direkt im Internet gespielt werden, in die Höhe geschossen. Für die Vermarkter solcher Spiele, darunter die deutschen Firmen Bigpoint und Gameforge, wird das Geschäft dadurch immer unübersichtlicher.

Viele Unternehmen sind verunsichert, welche Spiele sie in ihre Programme aufnehmen und auf welche Trends sie setzen sollen. In der Regel funktioniert das Geschäft häufig so: Die Vermarkter wählen unter den Angeboten der Entwickler die Spiele aus, die sie für erfolgversprechend halten und finanzieren diese vor. Da das nicht ohne Risiken ist, sind sie froh, wenn sie eine andere Finanzierung finden.

Hier kommen Fondslösungen ins Spiel. Mit dem Action-Rollenspiel „Quest'n Goblins" hat Bigpoint erstmals ein fondsfinanziertes Spiel ins Programm aufgenommen. Entwickelt hat es die Frankfurter Softwarefirma Core X Group. Den Fonds hat das Emissionshaus Altaris aufgelegt. Ein weiteres Spiel der Core X Group mit dem Namen "Cannon Cracker" soll nun über einen zweiten Altaris-Fonds finanziert werden.

Profitieren können den Beteiligten zufolge alle Seiten. Für die Spieleentwickler sind renommierte Vertriebsfirmen wichtig, um ihre Spiele einem breiten Publikum bekanntzumachen. Da aber immer mehr Entwickler um die Gunst der Vermarkter buhlen, ist es nicht einfach ins Geschäft zu kommen. Alex Suárez, Vorstandschef der Core X Group, sagt: "Wenn wir nicht nur ein Spiel, sondern auch gleich die Finanzierungsform präsentieren können, stärkt das unsere Verhandlungsposition."

Auch Bigpoint kam es entgegen, sich nicht um die Finanzierung kümmern zu müssen. "Das Fondsmodell finden wir gut, deshalb vermarkten wir gerne Spiele, die auf diese Weise unterstützt werden", sagt Bigpoint-Chef Heiko Hubertz. Zugleich ermöglichen die Fonds Privatanlegern einen Zugang zum lukrativen Markt elektronischer Spiele, heißt es bei Altaris.

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Der Spielemarkt ist für Anleger nicht ohne Risiko

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