Buchmesse
Messe Leipzig: Buchbranche verbreitet Optimismus

Trotz Wirtschaftskrise ist die Buchbranche in Deutschland in guter Stimmung. 2008 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres lag das Umsatzwachstum sogar bei 1,7 Prozent.

HB LEIPZIG. Das sagte der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder, am Mittwoch vor der Eröffnung der Buchmesse in Leipzig. „Vielleicht greifen die Leute jetzt in der Finanzkrise eher zum Buch, um die Welt zu verstehen.“

Die Messe samt Literaturfest „Leipzig liest“ mit 1500 Autoren sollte am Abend mit einem Festakt im Gewandhaus eröffnet werden. Vorgesehen war die Verleihung des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung an den Historiker Karl Schlögel.

Bis zum Sonntag werden um die 100 000 Messe-Besucher erwartet. Mehr als 2000 Aussteller aus 38 Ländern sind zu Gast. Trotz Absagen von Brockhaus und einiger Kleinverlage zeigte sich Leipzigs Messe- Chef Wolfgang Marzin nach Jahren des Aussteller-Wachstums sicher: „Die Buchmesse ist so facettenreich und interessant wie nie.“

Laut Branchen-Monitor Buch des Börsenvereins gab es im vergangenen Jahr kräftige Zuwächse bei der Belletristik (7,7 Prozent) und bei Sachbüchern (6,7). Fast ein Drittel der Buchhändler geht laut einer Umfrage von einer guten bis sehr guten Umsatzentwicklung in diesem Jahr aus. Zwei Drittel rechnen mit durchschnittlichen Umsätzen. „Die Finanzkrise wird den Wettbewerb unter den Verlagen und Buchhandlungen weiter ankurbeln“, sagte Honnefelder.

Hauptberufliche Schriftsteller und Hobby-Autoren sind vier Tage und Nächte lang in den Messehallen und an 300 Orten in der Stadt zu Gast. Technischer Star der Schau wird voraussichtlich das E-Book. Es gibt 20 Veranstaltungen, die sich mit dieser heiß diskutierten Neuerung befassen. „Es wird viel über E-Bücher geredet, man kann sie auch sehen. Aber über-über-überwiegend sehen Sie gedruckte Bücher“, sagte Buchmesse-Direktor Oliver Zille.

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