Buchreihen als Zusatzgeschäfte
Tageszeitungen suchen neue Erlösquellen

Neue Erlösquellen müssen her. Unisono suchen die unter der Strukturkrise im Tageszeitungsgeschäft leidenden Verlage nach attraktiven alternativen Einkünften.

HB MÜNCHEN. „Das Geschäftsmodell einer Innenstadtimmobilie mit alliierter Drucklizenz hat nach 40 Jahren ausgedient“, sagte der Direktor des Beratungsunternehmens KPMG, Peter Beusch, am Mittwoch in einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Münchner Medientage. Der zunehmende wirtschaftliche Druck erzeuge Innovationen in der Branche. Zusatzgeschäfte wie Buchreihen müssten sich jedoch an der Marke der Zeitung orientieren, um Deckungsbeiträge zu erwirtschaften, betonten Vertreter unterschiedlicher Tageszeitungen.

Anhaltendes Problem bleibe die Abwanderung der Rubrikenanzeigen in das Internet. Dies sei mit Umsatzverlusten verbunden, die auch bei einem Anziehen der Konjunktur nicht mehr aufgeholt werden könnten, betonte Detlef Haaks, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe. Klaus Josef Lutz, Geschäftsführer der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ), warnte vor einem kostenintensiven Ausbau der Onlineauftritte. Die „SZ“ habe vielmehr 18 verschiedene alternative Aktionen wie die Buchreihe oder eine CD-Kollektion geplant, mit denen die Umsatzrückgänge ausgeglichen werden sollen. „Es kann nicht die Online-Strategie alleine sein.“

Einer KPMG-Studie zufolge interessierten sich immer mehr Verlage für Zusatzgeschäfte. Neben Buchreihen oder der Auslieferung von Post sei unter anderem die Vermarktung der Leserdaten denkbar. Auch kleinere Zeitungsformate, so genannte Tabloids, sollen neue Leserschichten ansprechen.

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