Bücherbranche: Beltz schluckt Campus-Verlag

Bücherbranche
Beltz schluckt Campus-Verlag

Die Verlagsgruppe Beltz hat den Campus-Verlag übernommen. Mit sofortiger Wirkung kauft Beltz die restlichen 50 Prozent aller Campus-Anteile. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
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Frankfurt/WeinheimDie Verlagsgruppe Beltz schluckt den Frankfurter Campus-Verlag. Wie die beiden Verlagshäuser am Freitag mitteilten, übernimmt die Beltz Rübelmann Holding im baden-württembergischen Weinheim „mit sofortiger Wirkung“ sämtliche Anteile an der Frankfurter Campus Verlag GmbH. Verleger Thomas Carl Schwoerer übergibt die Leitung an Beltz-Geschäftsführerin Marianne Rübelmann.

Beltz hielt bisher 50 Prozent an Campus. Am Donnerstag kauften die Weinheimer die restliche Hälfte dazu. „Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart“, hieß es in der Mitteilung. „Campus ist eine starke Marke im Buchhandel mit einem großen Potenzial“, sagte Rübelmann. Der Verlag werde „in seiner programmatischen Struktur“ mit den Kernsegmenten Wirtschaft und Gesellschaft am Standort Frankfurt weitergeführt. Das gelte auch für die Wissenschaftsbücher.

Der Campus-Verlag hat nach eigenen Angaben 40 Mitarbeiter, die knapp 200 Neuerscheinungen pro Jahr betreuen. Er wurde 1975 von Frank Schwoerer gegründet, sein Sohn führte den Verlag seit 1995. Beltz hielt von Beginn an Anteile an Campus.

Die Beltz-Gruppe wird als Familienunternehmen in der sechsten Generation geführt. Die Weinheimer haben zwei Schwerpunkte: Pädagogik und Psychologie sowie Kinder- und Jugendbücher. Verlag und Holding haben rund 120 Mitarbeiter, mehr als 200 weitere Beschäftigte kümmern sich in eigenen Gesellschaften um Grafik, Auslieferung und Buchhandel.

Der bisherige Campus-Verleger scheidet Anfang März aus. „Campus ist seit 29 Jahren mein Lebensinhalt“, sagte Schwoerer. Es sei eine „schöne und bewegende Zeit“ gewesen. Die Campus-Angestellten wurden am Freitag auf einer Mitarbeiterversammlung informiert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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