Bündelung von Programmen kommt am Markt gut an
Adobe liegt zur Halbzeit über den eigenen Zielen

Der kalifornische Softwarehersteller Adobe Systems Inc. wird voraussichtlich seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für 2004 nach oben korrigieren müssen.

tnt FRANKFURT. Nach einem Umsatzplus von 28 Prozent im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geht Adobe- Chef Bruce Chizen nun davon aus, dass „wir unsere ursprünglichen Finanzziele für das Gesamtjahr übertreffen werden“.

Zuletzt hatte Adobe im März 2004 ein Umsatzplus zwischen 14 und 16 Prozent und einen Umsatz von rund 1,5 Mrd. Dollar in Aussicht gestellt. Im zweiten Quartal erlöste Adobe nun 410 Mill. Dollar und steigerte den Nettogewinn auf 110 Mill. Dollar. Damit haben die Kalifornier bereits zur Halbzeit 833 Mill. Dollar umgesetzt und die Ziele übererfüllt.

Für steigende Nachfrage sorgte das neue Programmpaket „Creative Suite“, das einzelne Programme der Produktpalette, darunter die Bildbearbeitungssoftware Photoshop, das Grafikprogramm Illustrator sowie das Layoutprogramm „In Design“ zu einem Softwarepaket bündelt. Neben einem im Vergleich zu den Einzelprogrammen attraktiven Preis bietet die Suite ein verbessertes Zusammenspiel der einzelnen Programme. Zum Einsatz kommen die Grafik-Produkte bei Fotografen, Grafikern, Zeitschriftengestaltern sowie in Druckereien. Aber auch anspruchsvolle Privatanwender gehören zur Zielgruppe.

Als zweites Standbein forciert Adobe unter dem Produktnamen „Acrobat“ den Bereich elektronischer Formulare auf Basis der „PDF“-Technologie. So gehört der kostenlose Acrobat Reader zu den am weitesten verbreiteten Programmen weltweit. Mit der kommerziellen Vollversion will Adobe in Unternehmen und Behörden vom Trend zu elektronischen Formularen profitieren. Dazu entwickelt Adobe Serversoftware für die Steuerung von Zugriffsberechtigungen und digitalen Signaturen.

Die Börse honorierte die guten Nachrichten mit Kursabschlägen von knapp drei Prozent auf 35, 80 Euro. Denn im dritten Quartal rechnet Adobe nur mit einem Umsatz zwischen 360 und 380 Mill. Dollar. Das hat Börsianer und Analysten enttäuscht. Allerdings dürften manche Anleger die Quartalszahlen auch dazu genutzt haben, Kursgewinne zu realisieren. Seit März hat die Adobe-Aktie mehr als 30 Prozent zugelegt.

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