Bund will sich bis 2006 von Telekom-Besitz trennen
Besitzer der T-Aktie sind Kummer gewohnt

Vor ziemlich genau acht Jahren startete die Deutsche Telekom ihren Börsengang. Gut 714 Mill. Aktien wurden im November 1996 zu einem Preis von umgerechnet 14,57 Euro emittiert. Zu rund 26 Prozent befand sich die Telekom damit in privater Hand.

fmd BERLIN. Es ist übrigens der einzige Emissionskurs, bei dem Aktionäre auch jetzt noch ein Plus verbuchen würden – ohne weitere Berücksichtigung der Rendite.

Die nächsten Tranchen wurden zu Kursen begeben, die das Unternehmen seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Im Juni 1999 wurden 280 Mill. Aktien zu einem Kurs von 37,50 Euro begeben, ein Jahr darauf weitere 200 Mill. Euro zum Preis von 66,50 Euro. Mit diesen Tranchen erhöhte sich der Anteil privater Aktionäre auf 39 Prozent. Einen weiteren Einschnitt für die Aktionärsstruktur stellte die Übernahme des US-Mobilfunkanbieters Voicestream dar, die mit Aktien finanziert wurde. Dadurch erhöhte sich das Grundkapital um mehr als ein Viertel auf 4,2 Mrd. Euro. Auf Druck der Regierung verkaufte die staatseigene KfW-Bankengruppe im Oktober 2004 rund 300 Mill. Aktien und Optionen für gut vier Mrd. Euro. Diese waren nur für institutionelle Anleger bestimmt. Weitere Privatisierungserlöse sind für das Stopfen von Haushaltslöchern vorgesehen. Bis zum Jahr 2006 will sich der Bund vollständig von seinen Telekom-Aktien trennen.

Gemeinsam mit der KfW wurde das Platzhaltermodell entwickelt. Danach veräußert der Bund seine Anteile ganz oder teilweise an die KfW. Diese zahlt einen Preis, der sich am Markt orientiert. Zudem gibt es einen Besserungsschein für den Bund, falls der Verkaufspreis einschließlich einer entsprechenden Vergütung über dem Einkaufspreis liegen sollte. Durch den Aktienverkauf im Oktober verringerte sich der Anteil der KfW an der Telekom von 17 auf zwölf Prozent. Der Bund selbst hält noch 26 Prozent der Anteile, woraus sich ein Streubesitz von 62 Prozent ergibt.

Quelle: Handelsblatt

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