Bundesliga-Bezahlsender
Sky schreibt erstmals Gewinn – und dämpft die Erwartungen

Der Bezahlsender Sky schreibt zwar seit sieben Jahren erstmals wieder schwarze Zahlen, der Chef selbst warnt jedoch vor Euphorie. Angesichts der Pannenserie bei der Bundesliga-Übertragung scheint das angebracht.
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MünchenDank stetig wachsender Abonnentenzahlen hat Sky Deutschland erstmals seit sieben Jahren wieder schwarzen Zahlen geschrieben. Trotzdem dämpft der Bezahlsender die Erwartungen. „Wir werden sehr wahrscheinlich eine Anzahl von Quartalen mit negativem Nettoergebnis haben, bevor wir dauerhafte Gewinne schreiben“, sagte Vorstandschef Brian Sullivan am Montag in einer Telefonkonferenz.

Der Bezahlsender erzielte im Sommerquartal einen Überschuss von 12,3 Millionen Euro, wie Sky Deutschland am Montag mitteilte. Ein Jahr zuvor war noch ein Verlust von 14,2 Millionen Euro angefallen. Seit sich der Sender vor fünf Jahren von Premiere in Sky Deutschland umbenannte, hatte das Unternehmen noch keine Nettogewinne geschrieben. Letztmals erwirtschaftete der Pay-TV-Sender im Sommer 2007 einen kleinen Überschuss.

Der Sender profitierte zum Auftakt seines neuen Geschäftsjahrs nicht nur von der Fußball-Bundesliga, die Sky als einziger Kanal komplett live zeigt. Das Unternehmen baute auch sein Online-Angebot für Smartphones, Tablet-Computer und PC nochmals aus und erweiterte sein Programmangebot. Damit lockte Sky Deutschland von Juli bis September 96.000 zusätzliche Kunden, so dass die Gesamtzahl der Abonnenten mit direktem Sky-Vertrag auf mehr als 3,9 Millionen stieg. Die Kündigungsquote sank auch deswegen, weil Sky nur noch Zweijahresverträge offen anbietet.

Fraglich ist jedoch, wie lange Sky noch auf die Gunst seiner mobilen Kunden setzen kann – angesichts der zahlreichen Pannen während der laufenden Bundesliga-Saison. Zuletzt war die Plattform ausgerechnet während des Spitzenspiels zwischen Bayern und dem BVB am Samstag ausgefallen, unzählige Zuschauer saßen auf einmal vor einem schwarzen Laptop-Bildschirm.

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