Bundesliga-Übertragungen
Arena lockt die Fußballfans an

Eine Ära ist zu Ende gegangen: Am Samstag hat Premiere nach 15 Jahren zum vorläufig letzten Mal die Fußball-Bundesliga live übertragen. In der nächsten Saison übernimmt Arena, eine Tochter des Kabelnetzbetreibers Unity, die Ausstrahlung. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sich viele Fernsehzuschauer ein Arena-Abonnement kaufen werden. Doch es gibt Hürden.

MÜNCHEN. „Wir hatten ein hohes Interesse erwartet, liegen jetzt aber sogar über unseren Planungen“, sagte Christoph Bellmer, Geschäftsführer von Arena, dem Handelsblatt. Arena hat sich die Rechte für drei Spielzeiten im Dezember 2005 gesichert. Der Bezahlfernsehkanal Premiere ging in der Ausschreibung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) überraschend leer aus. Für die Münchener war dies ein schwerer Schlag, denn viele Zuschauer haben den Sender wegen Fußball abonniert.

Arena ist derzeit dabei, für die Übertragung einen komplett neuen Sender aufzubauen. Parallel dazu läuft in diesen Tagen die Vermarktung des Bezahlkanals an. Die Nachfrage der Fußballfans ist offenbar groß. „Durch unsere günstigen Preise erreichen wir Leute, die sich früher nicht für solche Angebote interessiert haben“, sagte Bellmer. Wie viele Abos der ehemalige Chef des Mautsystems Toll Collect bereits an den Mann gebracht hat, wollte er allerdings nicht sagen. Nur so viel: „Am Ende der dritten Saison wollen wir so viele Abonnenten haben wie Premiere jetzt.“ Das wären rund 3,5 Millionen.

In der günstigsten Variante ist das Bundesliga-Abo bereits für zehn Euro pro Monat zu haben. Das ist deutlich weniger, als Premiere bisher verlangt hat. Der Vertrieb ist allerdings nicht ganz einfach. Denn noch ist die Verbreitung von Arena nicht in ganz Deutschland gesichert. Garantiert ist die Ausstrahlung bundesweit lediglich über Satellit. Per Kabel deckt Arena bislang nur Nordrhein-Westfalen und Hessen ab, also die Gebiete der Kabelanbieter Ish und Iesy. Die beiden Firmen gehören der Arena-Mutter Unity.

Um auch den Rest des Landes per Kabel zu erreichen, braucht Arena vor allem Verträge mit Kabel Deutschland (KDG) und Kabel Baden-Württemberg. Seit Monaten gibt es darüber Gespräche, bislang ohne Erfolg. Bellmer betonte zwar, die Verhandlungen kämen voran. Wann es zu einem Abschluss kommen wird, ist allerdings offen. Millionen potenzieller Kunden kann Arena deshalb momentan nur vertrösten.

Doch das ist nicht die einzige Hürde. Dazu kommt, dass jeder Arena-Abonnent einen Decoder braucht, um die TV-Signale zu entschlüsseln. Allerdings kann nur ein Teil der Fernsehzuschauer auf ihre alten Geräte zurückgreifen. Deshalb verschenkt Arena die Decoder, wenn sich die Kunden per Vertrag zwei Jahre lang binden.

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