Bundesliga: Vodafone gibt Kampf um Fußballrechte auf

Bundesliga
Vodafone gibt Kampf um Fußballrechte auf

Mitte Januar hat Vodafone Interesse an den Bundesligarechten angemeldet, jetzt steigt der Mobilfunkbetreiber bereits aus dem Bieterrennen aus. Die Live-Übertragungsrechte sind Vodafone zu teuer.
  • 0

DüsseldorfDer Mobilfunkbetreiber Vodafone steigt aus dem Bieterkampf um die Übertragungsrechte für die Fußballbundesliga aus. Die Live-Übertragungsrechte seien viel zu teuer, sagte Vodafone- Deutschland-Chef Friedrich Joussen der „Wirtschaftswoche“. In Deutschland schaffe es derzeit kein Anbieter, eine Rendite auf den Erwerb der Rechte zu erzielen. Ein Kauf bringe zudem keinen entscheidenden Wachstumsschub für das Vodafone-Fernsehgeschäft. Deshalb habe man nach reiflicher Überlegung entschieden, „nicht als strategischer Bieter aufzutreten“.

Um die Live-Übertragungsrechte bemühen sich der Bezahlsender Sky und die Deutsche Telekom. Beide wollen die Live-Rechtepakete für klassisches Bezahlfernsehen, mobiles Internet und Pay-TV über Internetkabel, sogenanntes IPTV erwerben. Bis zum 2. April können die Bieter für die Spielzeiten 2013/14 bis 2016/17 in einer ersten Runde Angebote abgeben. Die Liga, deren 36 Profivereine im laufenden Vier-Jahres-Zyklus durchschnittlich 412 Millionen Euro pro Saison eingenommen haben, erhofft sich eine Steigerung auf rund 450 Millionen.

Sky-Chef Brian Sullivan hatte kürzlich der Telekom eine Zusammenarbeit angeboten - über den Fußball hinaus. Die Telekom könne ihren Kunden alle Sky-Inhalte anbieten und sich die Einnahmen mit Sky teilen. „Das ist ein verdammt gutes Geschäftsmodell für sie“, hatte Sullivan der „Financial Times Deutschland„ gesagt. Auch Joussen hält eine Zusammenarbeit bei den Fußballübertragungen für möglich. Nach der Auktion will er mit den Gewinnern über mögliche Kooperationen verhandeln. Vodafone hatte vor einem Jahr eine eigene TV-Plattform gestartet.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bundesliga: Vodafone gibt Kampf um Fußballrechte auf"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%