Business-Lösungen
Markt für Firmen-Software ist heiß umkämpft

Der Markt für Firmensoftware ist heiß umkämpft. Mehr als 200 Anbieter mit teils sehr speziellen Lösungen werben um die Gunst der kleineren Unternehmen. Viele Softwareschmieden setzen auf Produkte zum Mieten. Doch vor allem Mittelständler sehen die sogenannten On-demand-Lösungen eher skeptisch.

DÜSSELDORF. Längst hat sich auch bei vielen kleinen und mittelständischen Firmen herumgesprochen, dass sie ihre Geschäftsabläufe mit der Unterstützung von Software besser planen oder kontrollieren können. In Deutschland nutzen bereits mehr als 90 Prozent der Firmen mit über 100 Mitarbeitern solche ERP-Programme, wie die Marktforscher von Raad in Befragungen herausgefunden haben. Selbst in der Krise wollen viele Mittelständler in diese Technik investieren, mit der sie die Warenwirtschaft, den Materialeinkauf oder die Fertigung besser steuern können.

Kein Wunder, dass der Markt heiß umkämpft ist. Mehr als 200 Anbieter mit teils sehr speziellen Lösungen werben um die Gunst der kleineren Firmen. Viele haben sich auf einen Nischenmarkt konzentriert, der aus nicht mehr als zehn Kunden besteht. Neben kleinen Softwareentwicklern und Systemhäusern teilen sich mittelständische Softwarefirmen den Markt mit großen Anbietern wie Infor, Microsoft oder SAP.

Der Markt ist allerdings sehr heterogen – von den Branchen, der Größe der Firmen und den jeweiligen Funktionsanforderungen. Verkauft wird über Referenzen, das heißt, über auf eine auf eine Branche spezialisierte Lösung.

Die großen Anbieter mussten zunächst lernen, mit den kleineren Kunden richtig umzugehen. Die Kunden seien extrem anspruchsvoll, sagt Gartner-Analyst Christian Hestermann. „Vor allem die oft noch inhabergeführten Familienunternehmen erwarten eine individuelle Betreuung und einen engen Draht nicht nur zum Implementierungspartner, sondern auch zum Hersteller im Hintergrund“, sagt der ERP-Spezialist. Gleichzeitig seien die Margen nicht so hoch wie bei dem Geschäft mit Großunternehmen, weil Mittelständler nicht so leicht ihr Geld ausgeben. „Anpassungen und Erweiterungen dürfen hier nicht so viel kosten“, sagt Hestermann.

Während die kleineren Softwareanbieter gleich spezielle Branchenlösungen anbieten, schneidern die Konzerne ihre Lösungen auf die Anforderungen der Kunden zu. Partner von Microsoft oder SAP passen die Software an die Branche an, so dass diese die Prozesse so abbilden können, wie die Kunden es brauchen. „Durch diese Vorkonfektionierung kann die Software heute schnell eingesetzt werden“, sagt Raad-Analyst Cristian Wieland.

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