Business-Netzwerk
Xing wirbt mit neuen Funktionen um Premium-Kunden

Das Business-Netzwerk Xing will für zahlende Premium-Kunden attraktiver werden: Sie erhalten neue Funktionen und bekommen bei Partnerunternehmen Vorteile. Xing will so den Rivalen LinkedIn auf Abstand halten.
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HamburgDas Karriere-Netzwerk Xing bessert das Angebot für seine zahlenden Premium-Mitglieder auf. Sie erhalten neue Funktionen für ihr Profil sowie Vorteilsangebote von Partnerunternehmen, wie Xing am Dienstag ankündigte. Zum Start bekommen sie etwa Zugang zu kostenlosen Arbeitsplätzen beim Büroraum-Anbieter Design Offices sowie für ein Jahr zu Inhalten der Bildungs-App Blinkist.

Mit den neuen Funktionen können Premium-Nutzer vor allem besser analysieren, wer sich ihr Profil bei dem Business-Netzwerk angesehen hat, was die Besucher interessierte und auf welchem Wege sie es erreichten. Xing hat gut 800.000 zahlende Mitglieder bei insgesamt rund 6,5 Millionen Nutzern im deutschsprachigen Raum. Das Geld der Premium-Kunden ist eine zentrale Erlössäule. Die Hoffnung sei nicht nur, neue Kunden für das Premium-Angebot zu gewinnen, sondern auch ganz neue Xing-Mitglieder, sagte Xing-Chef Thomas Vollmoeller.

„Wir haben in den vergangenen Jahren nicht genug für die Premium-Kunden getan“, räumte Vollmoeller ein. Jetzt solle die Premium-Mitgliedschaft zu einer Art großem Business-Club weiterentwickelt werden: „Wir wollen die Online-Welt von Xing weiter mit der Offline-Welt verknüpfen.“ Jedes einzelne der Vorteilsangebote solle bereits ein ausreichender Grund sein, Premium-Mitglied zu werden. Xing hatte den Preis für das Premium-Angebot in diesem Jahr angehoben.

Bei potenziellen Partnern für die Vorteilsangebote werbe Xing lediglich mit dem Zugang zu der potenziell zahlungskräftigen Gruppe der Premium-Mitglieder. „Wir bezahlen nicht mit Kundendaten. Wir haben immer gesagt, dass das nicht in Frage kommt“, betonte Vollmoeller.

Xing, inzwischen eine Tochter des Medienkonzerns Burda, ist zwar der Marktführer unter den Business-Netzwerken im deutschsprachigen Raum. Der Rivale LinkedIn holt aber schnell auf. In den vergangenen zehn Monaten sei die Kundenzahl um gut ein Drittel auf rund vier Millionen gestiegen, hatte der US-Konzern im September mitgeteilt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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