Call-Center-Betreiber

Walter Services streicht über 500 Stellen

Die Call-Center-Branche steckt in der Krise. Nun streicht der angeschlagene Betreiber Walter Services mehr als 500 Stellen. Das Sanierungskonzept des Dienstleisters sieht allerdings weitere Schritte vor.
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Kopfhörer liegen in einem Call Center auf der Tastatur eines Computers. Die Branche steckt in der Krise – nun trifft es auch Walter Services. Quelle: dpa

Kopfhörer liegen in einem Call Center auf der Tastatur eines Computers. Die Branche steckt in der Krise – nun trifft es auch Walter Services.

(Foto: dpa)

EttlingenDer angeschlagene Call-Center-Betreiber Walter Services streicht bundesweit mehr als 500 Stellen. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, schließt es bis Ende Oktober den Standort Lübeck mit 269 Beschäftigten und Schutterwald bei Offenburg mit 150 Mitarbeitern. Die Zentrale in Ettlingen bleibe nur als Rumpf erhalten: Dort sollen von den bisher 155 Beschäftigten nur noch 65 Mitarbeiter der Finanz- und IT-Sparte bleiben. Der Großteil der ursprünglich rund 6000 Arbeitsplätze soll aber erhalten bleiben.

Das Sanierungskonzept, das nun dem Amtsgericht Karlsruhe vorgelegt wurde, sieht vor, dass der Dienstleister über Insolvenzpläne saniert wird, seine Strukturen deutlich verschlankt und sich auf ein nicht näher genanntes zukunftsfähiges Geschäft konzentriert.

  • dpa
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6 Kommentare zu "Call-Center-Betreiber: Walter Services streicht über 500 Stellen"

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  • Walter Politik- oder die Unfähigkeit Out of The Box zu denken

    Ich bin ebenfalls ein Alumni (8.5 Jahre TS=Walter) haben mir einiges abverlangt. Ich habe sehr viel gelernt und bin heute unterm Strich froh darüber, dass ich mal bei Walter war. Denn wer Walter überlebt hat überlebt echt ALLES! Walter hatte schon immer das Problem, Kommunikation sehr hoch zu schreiben aber nie auf der Hierarchieleiter anzuwenden. Walter hatte immer das Problem den Schein zu wahren denn man wusste dass man hinter den Fassaden eigentlich nicht viel konnte. Die grossen Versandhäuser erkannten dieses Problem und sprangen ab (Neckermann, Heine, Alba, Eddie Bauer etc) was blieb waren kapazitätenfüller- doch mit denen liess sich nichts verdienen. Un dwenn sich heute jemand darüber beschwert dass sich die GL nicht um die MA kümmer; Leute als es zur Zwangseinstellung also weg von den AuftzragnehmerVerhältnissen hin zu Angestellten Verhältnissen kam wurden hunderte Kollegen in den Ruin getrieben aufgrund mangelhafter Info-Politik seitens Walter. Ich selbst habe damals die Bekanntschaft mit den Steuerbehörden und den SV trägern gemacht (ich war 19 Jahre alt!!!) und durfte !!!50.000 DM !!! nachzahlen- Walter sagte immer hey es ist kein Problem die kommen niemals auf dich zu verlass dich auf unser Wort wir haben Ahnung wir sind der grösste Arbeitgeber der Region und langt niemand an. Naja auf Walter verlassen -man war verlassen. Ich trauere Walter keine Träne hinterher. Sorry aber das war das mieste Management das ich je gesehen habe. Nur der BR hat immer etwas getaugt. Cioa Walter!!!

  • Das Problem bei der Information ist, wer informieren soll. Die einzelnen Standortleiter haben in der Regel keine Informationen. Zwischen der Leitungsebenen und den operativen Führungskräften gibt es keinen Informationsaustausch. Da gibts nur Umsetzunsbefehle aber keine Erklärungen. Zudem werden im Gegenzug, also Standortleitung hin zur Leitungsebene keine Vorschläge oder Anregungen angenommen. An dem Nichfunktionieren dieser Schnittstelle liegt es, dass es bei walter nicht voran geht und Sanierungskonzepte auf Standortebene nicht greifen. Das haben auch die aktuellen Sanierer von Brinkmann&Partner nicht verstanden, die sich ganz auf das Management eines zugekauften CallCenter Betreibers verlassen und diese sind noch weiter von der Praxis vor Ort entfernt, wie es das bisherige Management war. Dementsprechend wird diese Sanierung wiederum im Beginn eines neuen Chaos enden.

  • So wie die Sache aussieht, wurde nun auf der Verwaltungsebene und Leitungsebene das Unternehmen am aktuellen Umsatz angepasst.

    Was jedoch komplett fehlt ist die Sanierung der einzelnen Standorte. Da wurden Standorte geschlossen und deren Auftragsvolumen an andere Standorte weitergeleitet um diese besser auszulasten. Walter ist zwar ein Dienstleister, der von Kommunikation lebt, diese aber im eigenen Unternehmen noch nie gelebt hat. Dies nicht nur auf der Ebene der Kundenbetreuer sondern auch auf der Managementebene.

  • Mal ganz ehrlich, wann hat Walter seine MA jemals über wichtige Themen informiert. Die haben sich seit jeher auf den Buschfunk verlassen und einen mit unwichtigen Mini-Infos abgespeist oder gesagt "Ihr werdet es erfahren, wenn wir denken das es für euch wichtig ist" Im letzten Jahr sind immer mehr aus der Chefetage der einzelnen Standorte abgesprungen und auf nachfragen warum es schon wieder jemand neues gibt, wurde man mit billigen Ausreden abgespeist - aber immer schön weiter Unternehmenstransparenz und Mitarbeiternähe predigen. Es wäre wünschenswert wenn wenigstens jetzt endlich mal Informationen weiter getragen werden, damit jeder genau weiß was ihn erwartet und keiner aus dem nichts getroffen wird, weil die obere Etage denkt es wäre nicht wichtig genug für jeden einzelnen MA.
    Mir tun all die leid, die sich schon viele Jahre den Hintern für Walter aufgerissen haben, denn sie sind die wahren Verlierer und nicht die Chefs.

  • Ich kann der sache einfach nur zustimmen ich selber bin heilfroh den absprung geschafft zuhaben. Trotzalledem verfolge ich den weiteren Verlauf da es schließlich auch um meine Ex Kollegen geht

  • Wie schön das man sich die Informationen nach die man sich als Walter Mitarbeiter sehnt nur aus dem Internet erfährt. Das man mal eine Gesprächsrunde macht scheint fehl am Platz. Die MA an den anderen Standorten müssen sich fragen wie sicher ihr Arbeitsplatz noch ist. Aber wozu MA informieren??? Mensch ist ja arbeit....unwichtig...wozu auch...??? Die Walterführung schaut eher auf´s Geld, hauptsache profite machen und was mit den MA wird / ist die schon gekündigt sind ist denen doch scheißegal. Das was gemacht werden muss ist sicher klar, aber dies auf den Rücken der MA auszutragen ist eine bodenlose Frechheit. Wenn man sich dazu entscheidet ein Unternehmen wie WalterServices zu leiten, dann muss man auch an die Leute denken die für einen Arbeiten und sie nicht einfach abschieben als wären sie ein Stück Dreck unter der Schuhsohle. Und man sollte endlich mal die Vorschläge zum Geldsparen von Verdi und den Betriebsräten beachten. Denn wozu erhalten Leute aus dem Adminbereich kostenlose Parkplätze? Wozu werden teure Firmenwagen geleast obwohl es günstigere Alternativen gibt?

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