Cannes
„Deutsche Filme haben sehr gute Marktchancen“

In diesen Tagen trifft sich auf der Filmmesse in Cannes das Who ist Who der Bewegtbild-Branche. Die Krisenstimmung wird so gut es geht weggelächelt. Und es gibt tatsächlich aus deutscher Sicht so manchen Hoffnungsträger. Jens Richter, verantwortlich für den Rechteverkauf bei Pro Sieben Sat 1, über den Rechteverkauf und die Chancen von deutschen Formaten.

Herr Richter, wird Europas größter Fernsehmesse Mipcom unter den harten Sparkurs der Branche leiden? Wird es eine Messe der Depression?

Nein, Cannes erleidet auch in Krisenzeiten keinen Bedeutungsverlust. Es ist der globale Marktplatz für Sender, Rechtehändler und Produzenten. Hier treffen sich die Europäer, die amerikanischen Studios, aber auch TV-Wachstumsmärkte aus Asien und Lateinamerika.

Aber in diesem Jahr kommen weniger Besucher nach Cannes?

Die Termine unserer Verkäufer sind randvoll. Alle relevanten Kunden kommen nach Cannes. Kein wichtiger Kunde - egal ob Free-TV oder Pay-TV - fehlt. Aber ist natürlich auch klar, viele Fernsehsender und Produktionsfirmen sparen und kommen in kleineren Teams. Das gilt für unsere Kunden weltweit.

Angesichts der rückläufigen Werbeeinnahmen schnallen die Sender beim Programm den Gürtel. Wie stark ist der Preisdruck auf die Rechtehändler?

Die Sender kaufen im Vergleich zu früher sehr viel gezielter ein. Wir bei Seven-One International müssen uns daher genau überlegen, mit welchen Sortiment an Programmen wir den Kunden überzeugen können.

Sie verkaufen in Cannes Serien und Spielfilme. Leiden die fiktionalen Programme besonders unter der Kaufzurückhaltung?

Was auf einen Sendeplatz passt, wird auch weiter von den Sendern eingekauft. Gerade in Zeiten gekürzter Budgets ist Lizenzware, wie wir sie anbieten, gefragt. Denn unsere Serien und Filme sind vom Einkaufspreise oft günstiger, als selbst zu produzieren.

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