Carbon-Hersteller
SGL baut Geschäft in Asien aus

Der Graphitspezialist SGL Group gründet mit Samsung ein Vetriebs-Joint-Venture, um seine Geschäfte in Asien zu stärken. Die Kooperation soll Anwendungen für Carbonfaser-Verbundwerstoffe für Tablets und Laptops entwickeln.
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FrankfurtDer Wiesbadener Grafitspezialist SGL Group will seine Geschäfte in der Wachstumsregion Asien mit einem neuen Gemeinschaftsunternehmen in Korea stärken. SGL habe mit dem koreanischen Mischkonzern Samsung ein Vertriebs-Joint-Venture gegründet, das neue Anwendungen für Carbonfaser-Verbundwerkstoffe unter anderem für Elektronikgeräte entwickeln soll, teilten beide Unternehmen am Donnerstag mit.

Samsung wolle außerdem langfristig seine Versorgung mit Carbonfaser-Werkstoffen für den Leichtbau sicherstellen. Mittelfristig soll die neue Firma "Samsung SGL Carbon Composite Materials" den gesamten Markt in Asien erschließen. Mit großen Investitionen sei die Gründung zunächst nicht verbunden.

"Wir wollen mehr Anwendungsbreite herstellen und hoffen, dass Carbon-Verbundwerkstoffe auch in elektronischen Geräten wie Tablets, Laptops und Mobiltelefonen zum Einsatz kommen", sagte SGL-Vorstand Jürgen Köhler, der im Konzern für die Carbonfaser-Sparte verantwortlich ist, im Gespräch mit Reuters. Samsung wolle leichter bauen und SGL könne dazu mit seiner Werkstoff-Expertise beitragen. In allen Konzernbereichen von Samsung werde derzeit geschaut, wo sich der Leichtbau-Werkstoff einsetzen lasse.

Auch neue Anwendungen für Rotorblätter, Druckbehälter, den Automobilbereich und für Haushaltsgeräte stünden im Fokus des Gemeinschaftsunternehmens. SGL zufolge wird für den asiatischen Carbonfasermarkt in Korea und China ein Wachstum von mehr als 20 Prozent erwartet. Die Transaktion mit Samsung soll bis Ende Juli unter Dach und Fach sein. Danach soll die neue Firma an den Start gehen. Finanzielle Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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