CCTV
Chinas Staatsfernsehen sahnt kräftig ab

Wer in den vergangenen Wochen durch die chinesischen TV-Kanäle zappte, landetet immer wieder bei Olympia. Vor allem der Staatssender CCTV bot mit seinen 16 Kanälen ein olympisches Dauerfeuerwerk. Bei internationalen Marken war er darum für Werbeschaltungen während der Spiele äußerst beliebt - aber auch kostspielig.

PEKING. CCTV ist der einzige Sender, der im gesamten Land zu empfangen ist und der direkt der Regierung in Peking untersteht.

"Olympia total" wurde lange vorbereitet. Bereits im vergangenen Jahr war das 5. Programm von CCTV in "Olympia-Kanal" umgetauft worden. Vor allem dieser Sender war darum bei internationalen Marken für Werbeschaltungen während der Spiele beliebt - und kostspielig. Die CCTV-Werbeminute verteuerte sich nach Angaben der Medienagentur R3 in Peking zu den Spielen um das 200- bis 400-Fache.

Für CCTV sei Olympia mit Blick auf die Umsätze auf jeden Fall die "Trendwende", meint Martin Sorrell, Chef der internationalen Werbeagentur WPP. Der Umsatz von CCTV legte dieses Jahr bereits um ein Drittel zu und wird nach Schätzungen von Experten auf 2,5 Mrd. Dollar steigen. Erst 2002 hatte der Umsatz des Staatssenders die Milliardengrenze erreicht.

Mit dem "Olympia-Effekt" werde sich der ohnehin schon rasant wachsende chinesische Werbemarkt noch schneller entwickeln, ist auch Mark Patterson, Asienchef der WPP-Tochter GroupM, überzeugt. Die Agentur vertritt in China Firmen wie Ford, Unilever, Procter & Gamble und unter anderem auch Olympia-Sponsoren wie Lenovo oder Haier.

Vor allem internationale Marken - allen voran die beiden deutschen Olympia-Sponsoren Adidas und Volkswagen - haben in den vergangenen Wochen versucht, ihre Werbung zur besten Sendezeit im chinesischen Staatsfernsehen zu platzieren. China sei der Markt der Zukunft, heißt es bei den Unternehmen, die ihre olympischen Werbebudgets aber nicht preisgeben.

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