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CEO Glocer geht: Thomson Reuters wechselt Konzernspitze aus

Nach 18 Jahren verlässt CEO Tom Glocer den Finanzdatenspezialisten Thomson Reuters. Zuletzt hatte Glocer versucht, das Unternehmen umzukrempeln. Nun kommt der gelernte Journalist James Smith an das Ruder.

Zum Jahresende verlässt Tom Glocer den Datenspezialisten Thomson Reuters. Quelle: Reuters
Zum Jahresende verlässt Tom Glocer den Datenspezialisten Thomson Reuters. Quelle: Reuters

Der Finanzdatenspezialist Thomson Reuters will mit einer neuen Führungsspitze sein Geschäft auf den anhaltend schwachen Finanzmärkten vorantreiben. Konzernchef Tom Glocer gibt seinen Posten nach 18 Jahren im Unternehmen zum Jahresende auf. Er wird von dem bislang für das Tagesgeschäft zuständigen James Smith abgelöst, teilte Thomson Reuters am Donnerstag mit.

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Der gelernte Journalist Smith leitet derzeit die erfolgreichste Konzernsparte Professional, die Fachinformationen für Juristen, Wissenschaftler und Firmen anbietet. Er stieß 1987 zur Zeitungsgruppe von Thomson. Unter der Führung des 52-Jährigen gehörte das kanadische Unternehmen zu den ersten Medienkonzernen, die sich zum Ausgleich für das schrumpfende Druckgeschäft auf elektronische Publikationen konzentrierten.

Mit Glocer verlässt der letzte ehemalige Reuters-Manager die Führungsetage des 2008 entstandenen Konzern Thomson Reuters. Die Familie Thomson hält 55 Prozent an dem Unternehmen.

Bis zum Jahresende seien die von ihm geleitete organisatorische Umgestaltung und die Budgetplanung abgeschlossen, erklärte der 52-jährige Glocer, der vor zehn Jahren die Führung von Reuters übernommen und das Unternehmen in die Fusion geführt hat. „Die Übergangsphase, die ich im vergangenen Sommer eingeleitet habe, wird ihre Ziele erreicht haben.“

Der Informationskonzern hat zuletzt mit einer ganzen Reihe von strukturellen Änderungen und Neubesetzungen die Sparte Markets umgebaut, die Dienstleistungen für Finanzinstitutionen bietet. Der großenteils von Reuters eingebrachte Geschäftsbereich leidet unter dem Sparkurs der Bankenbranche, die wegen der Finanzturbulenzen der vergangenen Jahre Zehntausende Mitarbeiter entlassen hat und weiter Kosten senkt. Zudem enttäuschte der Verkauf der neuen Informationsplattform für Finanzkunden, Eikon.

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