„Charlie-Hebdo“-Ausgabe: „Alles ist vergeben“

„Charlie-Hebdo“-Ausgabe
„Alles ist vergeben“

Am Mittwoch erscheint das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ das erste Mal seit den verheerenden Terroranschlägen, bei denen 17 Menschen starben. Schon das Cover zeigt: Die Journalisten lassen sich nicht einschüchtern.
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ParisDas religionskritische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ stemmt sich eine Woche nach dem von Islamisten in Paris verübten Anschlag gegen den Terror. Mit einer Zeichnung des Propheten Mohammed auf dem Titel und einer Rekordauflage von drei Millionen Exemplaren soll an diesem Mittwoch die neue Ausgabe der Zeitschrift erscheinen. Nach den Anschlägen islamistischer Terroristen verstärkt Frankreich mit einem Aufgebot von 10.000 Soldaten massiv die Sicherheitsvorkehrungen, wie Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian unterdessen am Montag ankündigte.

Das am Montagabend vorab veröffentlichte Titelbild des Magazins zeigt eine Zeichnung des Propheten Mohammed, der trauernd ein Schild mit der Aufschrift „Je suis Charlie“ (deutsch: Ich bin Charlie) in den Händen hält. Über der Zeichnung steht in großen Buchstaben „Tout est pardonné“ (deutsch: Alles ist vergeben).

Der Anwalt des Magazins, Richard Malka, teilte am Montag mit, der Geist von „Je suis Charlie“ bedeute auch ein „Recht auf Blasphemie“. Seit 22 Jahren habe es keine Ausgabe des Magazins gegeben, in dem nicht der Papst, Jesus Christus, Bischöfe, Rabbiner, Imame oder der Prophet Mohammed karikiert worden seien.

Am Dienstag nimmt Frankreich Abschied von den drei bei den Terroranschlägen erschossenen Polizisten. Zu der Veranstaltung in der Polizeipräfektur in Paris wird auch Präsident François Hollande erwartet. Beim Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ waren ein Polizist und ein als Personenschützer abgestellter Beamter getötet worden. Im Süden der Stadt wurde eine Polizistin erschossen. Insgesamt starben bei den Anschlägen 17 unschuldige Opfer sowie die drei Terroristen.

Das enorme Interesse weltweit nach dem blutigen Anschlag rechtfertige die hohe Auflage von drei Millionen Exemplaren, teilte der Vertrieb MLP am Montag mit. Nach dem Angriff war zunächst eine Rekordauflage von einer Million angekündigt worden. Üblicherweise werden 60.000 Exemplare gedruckt, von denen etwa 30.000 verkauft werden. Nach dem Angriff lägen nun Anfragen aus aller Welt für die neue Ausgabe vor, teilte der Vertrieb mit. Das Magazin erscheint in 16 Sprachen. Statt der üblichen 16 Seiten sind diesmal nur acht vorgesehen.

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Mahnwache in Berlin mit Gauck und Merkel

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  • Zwei "islamistische" Brüder verüben einen Anschlag, fliehen im Auto, liefern sich eine Schießerei mit der Polizei.

    Die Lügenmedien haben ihr Urteil schon gefällt: Die beiden angeblich flüchtigen Brüder Sharif, 32, und Said, 34, Kouachi seien "Massenmörder", hieß es am 9.01. in einem Bericht von N24.

    Am 7.01. sollen die beiden die Redaktion der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo überfallen und dabei 12 Menschen erschossen haben.

    Doch wer da jetzt fliehte und warum, ist überhaupt nicht sicher!

    Vom Tatort in der Charlie-Hebdo-Redaktion gibt es keine forensischen Informationen!

    Über den gesamten Ort des Geschehens herrscht Stillschweigen: Keine Erkenntnisse, keine Obduktionsberichte der Opfer - nichts!

    Über die Tatortarbeit und Spurensicherung dringt nichts nach außen.

    Findet sie überhaupt statt oder steht auch für die Staatsmafia die Schuldigen schon fest?

    Wird ein Prozess stattfinden?

    Darf man solche Fragen im neuen Mittelalter nach dem 11.9. überhaupt stellen, oder liefert man sich damit ebenfalls dem Lynchmob aus Lügenmedien und Staatsmafia aus?
    Denn ein Mob, der lynchen will, der lyncht auch.

    Wie sagte doch Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve: "Es läuft ein Einsatz, um die Verantwortlichen des feigen Attentats vor zwei Tagen zu neutralisieren" (tagesschau.de, 9.1.2015).

    Mit anderen Worten geht es um die Todesstrafe ohne Urteil!

    Das beweist, dass die "Sicherheitsbehörden" genau das tun, was sie anderen vorwerfen.

    Die einzige Verbindung zwischen dem Anschlag und den beiden Brüdern scheint auch Tage nach der Tat lediglich der Ausweis zu sein, der in einem Fluchtauto angeblich "vergessen"wurde.

    Der gesamte Fahndungsbereich außerhalb von Paris wurde weiträumig abgesperrt.
    Für unabhängige Journalisten gab es kein Durchkommen, also keine Chance, sich ein eigenes Bild zu machen!

    Wer mehr über Terror im Namen des Staates erfahren möchte, sollte Bücher des ehemaligen Bundestagsabgeordnete und Bundesminister Andreas von Bülow lesen.

  • Die "teuren und ehrlichen" Journalisten wurden auf die Strasse gesetzt und ersetzt mit jungen Praktikanten und Volantären -. die zuvor bei "Politik-Wissenschaften" reingeschnuppert hatten.

    Und die Charakterköpfe als Chefredakteure wurden mit "Stream-Lining" Mitläufern ersetzt.

    Alles wird von Charakterlosen Grün-Gutmenschen unterwandert.

    Lesen Sie mal was Roland Tichy (ex-WiWo) dazu schreibt auf seiner Seite (googeln nach Tichys Meinung).

    Alles seit Merkel an der Macht ist. Deutschland "verrottet" von innen !

  • Droht jetzt der Überwachungsterror durch die Staatsmafia?

    In seiner Analyse "10 Strategien der Manipulation" zeigt der französische Autor Sylvain Timst auf satirische Weise, wie eine Gesellschaft manipuliert werden kann, ohne dass eine kritische Masse an Menschen in dieser Gesellschaft dies realisiert.

    In einer Zeit in der viele Bürger von der "plötzlich" anwachsenden Brisanz politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen überrascht sind, ist es besonders wertvoll, Timsits Einsichten zu verinnerlichen.

    S. Timsit zeigt auf, wie das System beeinflusst wird und welche Informationen wir für relevant halten. Da Information immer zu Wahrnehmung führt und Wahrnehmung die Grundlage jeden Handelns ist.

    Erzeuge Probleme und liefere die Lösung.

    Diese Methode wird die "Problem-Reaktion-Lösung" genannt.
    Es wird ein Problem bzw. eine Situation geschaffen, um eine Reaktion bei den Empfängern auszulösen, die danach eine präventive Vorgehensweise erwarten. Verbreite Gewalt oder zettle blutige Angriffe an, damit die Gesellschaft eine Verschärfung der Rechtsnormen und Gesetze auf Kosten der eigenen Freiheit akzeptiert.

    Die wahren Hintergründe dieses Mordanschlags müssen ermittelt werden. Es ist aber auffällig, dass jetzt schon wieder – wie auch am 11.September 2011 – ein Pass im Auto "gefunden" wurde, der angeblich auf die "richtige" Spur von Ai Kaida-Kämpfern und Dschihadisten führte.

    Wirklich?

    Wer steckt hinter dem Anschlag?

    Will man mit solchen Mordanschlägen nur die Gesellschaft spalten und die Freiheitsrechte abschaffen?

    Es ist der falsche Weg mit Gesetzen zu reagieren, die mehr “Sicherheit” vorgaukeln, aber letztlich nur die Freiheit einschränken.

    Wir sollten großen Respekt vor den Worten des damaligen norwegischen Ministerpräsidenten Stoltenberg haben, der nach dem Anschlag von Oslo und den Morden von Utøya sagte: „Noch sind wir geschockt, aber wir werden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit.”

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