Chef von Ebay Deutschland
Das Trödel-Image wandelt sich

Ebay ist als Auktionsplattform gestartet, wird aber mehr und mehr zu einem Online-Kaufhaus. Das sei inzwischen bei den Kunden angekommen, sagt Martin Tschopp, Geschäftsführer von Ebay in Deutschland.
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Handelsblatt Online: In Deutschland steht Ebay immer noch für „3, 2, 1 - meins“, obwohl zwei Drittel des Umsatzes aus dem Verkauf von Produkten mit Festpreis stammen. Hat Ebay das falsche Image?

Martin Tschopp: Da bin ich etwas anderer Meinung. Die Wahrnehmung ist auch in Deutschland dabei, sich zu verändern. Auch hier kaufen immer mehr Menschen mittlerweile bei Ebay-Neuware zu Festpreisen. Unser Ziel muss aber weiterhin sein, den Verbrauchern zu verdeutlichen, dass sie bei Ebay heute beides finden können – das neue Markenprodukt vom gewerblichen Verkäufer zum Festpreis genauso wie den einzigartigen Artikel vom privaten Anbieter im Auktionsformat. Und das mobil mit dem Smartphone, online vor dem PC oder auf dem Sofa mit dem iPad. Darauf zielt auch unsere aktuelle Marketing-Kampagne unter dem Claim „Mein Ein für Alles“ ab.

Das mobile Geschäft wird für Ebay immer wichtiger. Warum trauen sich die Deutschen noch nicht so richtig, vom Smartphone aus zu bestellen? Welche Hürden gibt es?

Es ist richtig, dass das Kaufen per Smartphone in anderen Ländern wie den USA oder Großbritannien heute verbreiteter ist als in Deutschland. Dazu trägt sicherlich bei, dass Deutschland im Vergleich auch bei der Verbreitung von Smartphones noch etwas hinterherhinkt.

Wir sind aber sicher – und sehen das auch auf unserem Marktplatz – dass der mobile Handel auch hier an Fahrt aufnehmen wird. Die mobilen Technologien verändern die Spielregeln im Handel derzeit grundlegend. Es entsteht ein völlig neues Einkaufs- und Handelsumfeld. Mobile Endgeräte passen bequem in jede Hosentasche und doch hält der Nutzer mit ihnen ein komplettes Shopping-Universum in seinen Händen.

Ebay hat angekündigt, die Nutzerdaten stärker zur Vermarktung zu nutzen. Das dürfte gerade bei deutschen Datenschützern auf Skepsis stoßen. Haben Sie schon darüber Gespräche geführt? Wie wollen Sie verhindern, dass die Nutzer sich ausspioniert fühlen?

Um hier ganz klar zu sein: Personalisierung kann und darf natürlich nur so weit gehen, wie sie vom Verbraucher gewünscht und datenschutzrechtlich erlaubt ist. Genau danach richten wir uns. Wir sehen aber ganz klar einen wachsenden Wunsch der Nutzer nach Personalisierung.

Nutzer wünschen sich zunehmend Einkaufserlebnisse und Produkte, die auf ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Eng damit verbunden ist auch das sogenannte 'Curated Shopping': Konsumenten wünschen sich beim heutigen fast unendlichen Angebot Kuratoren, denen sie vertrauen und die die große Menge an Angeboten für sie vorfiltern.

Kommentare zu " Chef von Ebay Deutschland: Das Trödel-Image wandelt sich"

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  • EBAY :
    Sie verkaufen einen Artikel(privat) um 100.- dann bekommt Ebay 9.- ( als Untergrenze) und Sie , werter Verkäufer , haben einen Gewinne ( schreiben tatsächlich "Gewinn") von 91.- ...Ebay geht offensichtlich davon aus daß der User total blöde ist oder dass alle Waren von privat vom Laster gefallen sind.
    Ebay ist zu vergessen ...

  • Bei ebay wird seit langer Zeit massiver Druck / Zwang auf die Verkäufer ausgeübt das paypal-System anzubieten. Dies bestätigen auch die zunehmenden Umsätze von paypal. Keiner braucht paypal. Wenn Herr Tschopp meint es gäbe keine Alternativen, so hat er sich getäuscht. So getäuscht wie damals die Telekom. Während amazon noch einen 1A!!! Kundenservice bietet, bekommt man bei ebay ausschließlich automatisierte Mails. Es gibt keinen Kundenservice bei ebay, bestenfalls ein Callcenter, welches das in den Mails geschriebene fernmündlich vorträgt. Mit der geplanten Zahlungsabwicklung aller Zahlungen über ein ebay-Firmenkonto wird mir ebay noch unsympathischer.

  • Bei Ebay und Amazon zu kaufen ist doch mehr als ein Witz.... Bei Amazon lasse ich es mir noch angehn wenn ich für einen Bekannten einen PC bestelle und wenn er nicht passt ich ihn nach 14 Tagen bzw 4 Wochen zurück senden kann (weil dies sicher problemlos funktioniert). Aber wenn es um Preise geht sehe ich bei beiden keinen Vorteil. Die Gebühren sind bei 15%, das ist ein wahrer witz. Wer glaubt da günstig einzukaufen der irrt. Auch wenn Amazon eine massiven gesetzeswidrigen Druck auf die Verkäufer ausübt mit einer Preisbindung finde ich die Produkte woanders günstiger. Ich finde ohnehin dass die Art wie diese Unternehmen ihre Mitarbeiter behandeln extrem zu veruteilen ist. Außerdem die Versuche die Kunden zu betrügen wie die E Book Preisabsprachen zeigen zeigt doch ganz klar dass nach außen alles poliert sein muss aber innen alles verfault ist. Wer solchen Unternehmen an die Spitze hilft der kann nur verblendet sein

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