Chinesischer Mobilfunkanbieter
Xiaomi in Indien vorerst gestoppt

Der chinesische Handybetreiber Xiaomi darf seine Geräte in Indien vorerst nicht verkaufen. Hintergrund ist ein Streit um Patentrechte. Xiaomi gilt als Senkrechtstarter in der Handybranche.
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Neu-DelhiIm Streit um Mobilfunkpatente darf der chinesische Handybetreiber Xiaomi seine Geräte im wachstumsstarken Markt Indien bis auf weiteres nicht weiter verkaufen. Ein Gericht in Neu-Delhi entschied am Donnerstag, es werde zunächst die Argumente des schwedischen Klägers Ericsson hören. Dieser wirft Xiaomi vor, in acht Fällen Patente verletzt zu haben, die Ericsson auf 3G und andere Technologien besitzt. Die nächste Anhörung in dem Smartphone-Streit ist für 5. Februar angesetzt.

Richter G.P. Mittal hatte im Zusammenhang mit denselben Vorwürfen bereits vor einigen Tagen verboten, dass der Online-Anbieter Flipkart die Xiaomi-Geräte in Indien weiter vertreibt.

Beide Unternehmen wurden zudem vom Gericht aufgefordert, bekanntzugeben, wie viele Geräte mit der zur Debatte stehenden Technologie in Indien bereits verkauft wurden. Die Zeitung „The Economic Times“ berichtete, seit dem Marktstart im Juli habe Xiaomi bereits mehr als 800.000 Handys verkauft, darunter auch das beliebte Modell MI3 und das Billiggerät Mi 1S.

Xiaomi gilt als Senkrechtstarter in der Handybranche. Das chinesische Unternehmen wurde 2010 gegründet und reüssierte mit seinen rund 115 Dollar teuren, über Internet vertriebenen Handys schnell im Markt. Mittlerweile gehört Xiaomi zu den weltweit vier größten Adressen im weltweiten Smartphone-Geschäft.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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