Chip-Ausrüster mit Gewinnrückgang
Display-Sparte verhagelt Applied Materials das Geschäft

Der größte Hersteller von Maschinen für die Chip-Produktion Applied Materials hat im abgelaufenen Quartal weniger verdient als im Vorjahr. Grund: Schwierige Geschäfte in der Display-Branche sowie höhere Kosten.

HB SAN FRANCISCO. Die erhoffte Erholung bei Displays sei ausgeblieben, teilte der weltgrößte Hersteller von Maschinen für die Chip-Produktion am Dienstagabend nach US-Börsenschluss mit. Für das dritte Geschäftsquartal wies Applied Materials einen Reingewinn von 473,5 Mill. Dollar aus nach 512 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um ein Prozent auf 2,56 Mrd. Dollar. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 2,53 Mrd. Dollar gerechnet. Beim Gewinn lag ihre Prognose bei 437,5 Mill. Dollar oder 31 Cent je Aktie.

„Wir haben mit einer Erholung bei den Bestellungen für Flachbildschirmen gerechnet, allerdings haben die Kunden ihre Kapazitäten noch nicht ausgeweitet“, sagte Finanzchef George Davis bei einer Telefonkonferenz. Die Aufträge gingen im dritten Quartal um 14 Prozent im Vergleich zum zweiten Vierteljahr zurück. Dies war am oberen Ende der Prognose des Unternehmens. Für das vierte Quartal rechnet es mit einem ähnlichen Auftragsniveau wie im dritten, im schlechtesten Fall mit einem Rückgang von bis zu fünf Prozent.

Vor Sonderposten ergab sich ein Gewinn je Aktie von 34 Cent - zwei Cent über den Markterwartungen. Insgesamt dürfte das Unternehmen trotz des schwachen Quartals solide in die zweite Hälfte des Kalenderjahres gehen. Insbesondere zum Schulbeginn im Herbst sowie zum Weihnachtsgeschäft belebt sich das Geschäft traditionell. Beim Gewinn rechnet Applied für das vierte Geschäftsquartal mit 26 bis 29 Cent je Aktie. Der Umsatz werde im Vergleich zum dritten Quartal um fünf bis zehn Prozent zurückgehen.

Applied-Aktien verloren im frühen Geschäft fast vier Prozent auf 20,45 Dollar.

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