Chip-Branche
AMD erwartet deutlichen Umsatzrückgang

Bereits im Juli hat AMD-Chef Rory Read „anhaltendem Gegenwind“ für die Geschäfte des Chipherstellers vorhergesagt. Jetzt senkte das US-Unternehmen seine Umsatzprognose. Wird das zum Branchentrend?
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Bangalore/SunnyvaleDer US-Chiphersteller AMD hat wegen der schwachen weltweiten Nachfrage seine Umsatzprognose fürs dritte Quartal gekappt. Die Nachfrage in allen Produktlinien gehe zurück, es werde nun mit einem Einbruch der Erlöse um zehn Prozent im Vergleich zum Vorquartal gerechnet, teilte der Intel-Konkurrent am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit.

Bisher hatte AMD lediglich mit einem ungefähren Minus von einem Prozent gerechnet. Analysten hatten einen Umsatz von 1,38 Milliarden US-Dollar für das dritte Quartal erwartet. Die neue Schätzung des Chipherstellers würde aber lediglich einem Umsatz von 1,27 Milliarden Dollar entsprechen.

Auch für die Bruttomarge ist der Konzern pessimistischer und geht nur noch von 31 Prozent aus. Dies hänge mit einer einmaligen Abschreibung zusammen, hieß es. Bisher waren 44 Prozent prognostiziert worden.

Der Aktie versetzte die Umsatzwarnung nachbörslich einen Schlag. Die AMD-Aktie fiel um 9,38 Prozent auf 2,90 Dollar. AMD soll am 18. Oktober seine Quartalsbilanz veröffentlichen.

Analyst Suji De Silva von Thin Equity führte die schlechte Entwicklung bei AMD unter anderem auf die wachsende Nachfrage nach Tablet-Computern zurück, die der Chip-Hersteller unterschätzt habe. Allerdings könnte der Absatz mit der bevorstehenden Einführung des neuen Betriebssystems Windows 8 schnell wieder anziehen.

Wegen der Kaufzurückhaltung von Geschäftskunden und einem langsameren Wachstum in Schwellenländern hatte der AMD-Rivale Intel bereits Anfang September überraschend seine Umsatzprognose für das dritte Quartal gesenkt. Der Weltmarktführer rechnet nur noch mit Erlösen von rund 13,2 Milliarden Dollar. Erst Mitte Juli hatte der Konzern die Umsatzprognose für das Gesamtjahr reduziert und dies mit der weltweit schwächelnden Konjunktur begründet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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