Chip-Verband SIA blickt optimistisch auf 2004: Weltweiter Chipabsatz hat deutlich zugelegt

Chip-Verband SIA blickt optimistisch auf 2004
Weltweiter Chipabsatz hat deutlich zugelegt

Vor allem das gute Geschäft mit neuen Handys, PCs, Digitalkameras, Flachbildschirm-Geräten und DVD-Spielern hat im vergangenen Jahr den weltweiten Absatz von Halbleitern kräftig steigen lassen. And auch für 2004 sagt der Branchenverband SIA ein kräftiges Wachstum voraus.

HB SAN JOSE/MÜNCHEN. „Der breite Aufschwung in der Branche, der auf allen Bereichen und Regionen basiert, sorgt für ein weiteres Jahr kräftigen, prozentual zweistelligen Wachstums, das 2004 19 % übersteigen dürfte“, teilte George Scalise, Präsident der Semiconductor Industry Association (SIA), am Montag mit. Damit dürfte die extrem zyklische Branche nach mehr als zwei Jahren Krise und einer Mitte vergangenen Jahres einsetzenden Erholung nun den nächsten Boom vor sich haben.

2003 konnte der gesamte Sektor den Umsatz um 18,3 % auf 166,4 Mrd. Dollar (rund 133,6 Mrd. €) steigern. Getrieben wurde das Plus nach Angaben der Marktforscher von World Semiconductor Trade Statistics (WSTS) - auf deren Daten sich die SIA stützt - vor allem durch die Konsumentenelektronik. So zog die Nachfrage nach neuen Handys, PCs, Digitalkameras, TV-Geräten mit Flachbildschirmen und DVD-Spielern deutlich an. Auf der Herstellerseite profitierten hiervon die Anbieter von Sensoren und so genannter Flash-Speicher überdurchschnittlich.

Das stärkste Wachstum verzeichneten Chips für Mobilfunkanwendungen, wobei sich mit einem Absatzplus von elf Prozent auch die Nachfrage nach Computern wieder deutlich belebte.

Die SIA hatte ihre Marktprognosen für 2003 erst wegen des Irak-Kriegs und der SARS-Krise in Asien gesenkt, dann aber in der zweiten Jahreshälfte wieder erhöht.

Auch mit dem Jahresabschluss kann die Branche zufrieden sein. Im Dezember legten die Umsätze der WSTS zufolge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 28 % auf 16,03 Mrd. Dollar zu. Gegenüber dem November ergab sich lediglich ein knappes Minus von 0,5 %. Dies gilt als ein weiterer Beleg für eine anstehende Boomphase, denn im Dezember wird aus saisonalen Gründen traditionell ein Umsatzrückgang zum Vormonat verzeichnet.

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