Chipanlagenbauer
Aixtron erfüllt die Negativ-Erwartungen

Der Chipanlagenbauer Aixtron schreibt weiter Verluste. Das Management zeigt sich unbeeindruckt und hält an den Zielen für das Gesamtjahr fest. Allerdings sei die weitere Entwicklung mit Risiken behaftet.
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DüsseldorfDüsseldorfDer Chipanlagenbauer Aixtron hat erwartungsgemäß auch im zweiten Quartal Verluste geschrieben. Für das zweite Halbjahr rechnet das Management aber damit, wieder mit Gewinn zu arbeiten. Dennoch sei das Ziel, im Gesamtjahr operativ profitabel zu sein, wegen der schwierigen Vorhersehbarkeit der Auftragsentwicklung mit „gesteigerten Risiken behaftet“, teilte der Konkurrent der US-Konzerne Cree und Veeco am Donnerstag mit. 2013 erwarte Aixtron wieder Wachstum.

Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um zehn Prozent auf 46,1 Millionen Euro. Dennoch blieb der Umsatz im Halbjahr mit 88,1 Millionen Euro satte 77 Prozent hinter dem Erlös des Vorjahreszeitraums zurück. Das Betriebsergebnis lag von April bis Juni bei minus 16,5 Prozent und konnte damit zum Vorquartal etwas verbessert werden. Im Halbjahr summierte sich der operative Verlust jedoch auf 34,7 Millionen Euro nach einem Gewinn von 129,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dies führte das Management auf den geringeren Umsatz, gestiegene Kosten für Forschung und Entwicklung sowie Währungseffekte zurück. Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein Verlust von 11,6 Millionen Euro zu Buche, der sich im Halbjahr auf 23,9 Millionen Euro summierte.


Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Umsatz von 46,7 Millionen Euro, einen operativen Verlust von 9,75 Millionen Euro und einen Nettoverlust von 9,04 Millionen Euro erwartet.

Aixtron produziert Anlagen zur Herstellung von Leuchtdioden (LED), die etwa in der Unterhaltungselektronik und bei industrieller Beleuchtung zum Einsatz kommen. Zu Jahresbeginn war das Unternehmen in die Verlustzone gerutscht. Doch das Management sieht Hoffnungsschimmer bei den Aufträgen. „Laut aktuellen Berichten von Beleuchtungsherstellern nimmt die Wachstumsdynamik im LED Beleuchtungsmarkt zu. Hieraus leiten wir unter anderem unsere Annahme ab, dass die Nachfrage nach LED Produktionsanlagen in den nächsten Jahren erheblich zunehmen wird“, erklärte Aixtron-Chef Paul Hyland. Der Tiefpunkt des Auftragseingangs könnte erreicht sein.

 

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