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Chiphersteller : AMD-Chef Read setzt die Axt an

Der US-Chiphersteller AMD will 118 Millionen Dollar einsparen. Rund 1200 Jobs werden abgebaut, sagte AMD-Chef Rory Read. Das Geld wird für seine neue Strategie bereitgestellt.

Bei AMD steht Stellenkahlschlag an. Quelle: AP
Bei AMD steht Stellenkahlschlag an. Quelle: AP

SunnyvaleDer neue Chef des US-Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD) setzt die Axt an: Jeder zehnte der zuletzt rund 12 000 Mitarbeiter müsse gehen, teilte Rory Read am Donnerstag am Firmensitz im kalifornischen Sunnyvale mit. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von PC-Prozessoren begründete die Maßnahme mit einem weiterhin schwachen Computergeschäft, vor allem in den USA und Europa, und Verzögerungen bei der Produktion der neuesten Prozessorgeneration.

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Das eingesparte Geld von allein 118 Millionen Dollar (85 Mio Euro) im kommenden Jahr will Read in die Entwicklung stromsparender Chips, in die Eroberung der Märkte der Schwellenländer und in das zukunftsträchtige Geschäft Cloud Computing stecken.

Ende Oktober hatte AMD gesagt, das Unternehmen habe in den vergangenen Monaten mehr Kunden von seinen Prozessoren überzeugen können. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro). Unterm Strich blieben 97 Millionen Dollar als Gewinn nach einem Verlust von 118 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum, wie AMD mitgeteilt hat.

Der ehemalige Lenovo-Manager Read hatte seinen Job erst Ende August angetreten, nachdem der AMD-Verwaltungsrat über Monate nach einem Konzernchef gesucht hatte. Der Spitzenposten hat es in sich: Bei den PC-Prozessoren muss AMD mit der Übermacht des Branchenprimus Intel fertig werden; die Welt der Smartphones und Tablet-Computer wird vom britischen Chipdesigner ARM beherrscht.

Dennoch hatte die früher verlustreiche AMD zuletzt Erfolge erzielen können und schrieb Quartal für Quartal schwarze Zahlen. Einer der Gründe war die Auslagerung der kostspieligen Produktion in eine eigene Firma namens Globalfoundries, an der neben AMD vor allem eine Investmentfirma des Emirats Abu Dhabi beteiligt ist. Ein wichtiger Standort von Globalfoundries ist Dresden.

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