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Chiphersteller: AMD schreibt erneut rote Zahlen

Die Schwäche der PC-Branche macht auch dem Chip-Konzern AMD schwer zu schaffen. Zum Jahresende 2012 gab es wieder tiefrote Zahlen. Die Nummer zwei hinter Intel hofft auf den Tablet-Markt und neue Server-Prozessoren.

Der Chiphersteller AMD, Advanced Micro Devices, hat mit der rückgängigen Nachfrage zu kämpfen. Quelle: ap
Der Chiphersteller AMD, Advanced Micro Devices, hat mit der rückgängigen Nachfrage zu kämpfen. Quelle: ap

Der Chiphersteller AMD steckt weiter tief in den roten Zahlen. Im Schlussquartal des vergangenen Jahres fiel wieder ein Verlust von 473 Millionen Dollar (gut 355 Mio Euro) an, wie das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz sackte im Jahresvergleich um 32 Prozent auf 1,16 Milliarden Dollar ab.

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Im gesamten Jahr 2012 sammelte sich ein Verlust von 1,18 Milliarden Dollar an. Für 2011 hatte unterm Strich noch ein Gewinn von 491 Millionen Dollar gestanden. AMD baut tausende Stellen ab und senkte die Bestellungen bei seinem Auftragsfertiger Globalfoundries. Die Sanierungskosten drückten den Gewinn zuletzt um 90 Millionen Dollar, hieß es.

AMD – bei PC-Chips die Nummer zwei weit hinter Intel – leidet unter dem aktuellen Abschwung der PC-Branche. Die Nutzer greifen lieber zu Smartphones und Tablets, während der Schwerpunkt von AMD bei Chips für klassische Personal Computer sowie Server liegt. Bei den mobilen Geräten dominiert bisher die besonders stromsparende Technologie des britischen Chipentwicklers ARM. Diese will AMD demnächst in seine Server-Prozessoren einbringen.

Zudem sollen im ersten Halbjahr erste Tablet-Computer mit AMD-Prozessoren an Bord herauskommen und das Unternehmen sicherte sich einen Platz in neuen Spielekonsolen. AMD-Chef Rory Read will die Abhängigkeit von dem wohl auf Dauer schwachen PC-Geschäft verringern und in neue Geräte-Kategorien vorstoßen. Vor allem aber will er mit Server-Chips punkten, wie Read in der Telefonkonferenz nach Zahlenvorlage deutlich machte. Mit der Verbreitung mobiler Geräte müssen immer größere Datenmengen umgesetzt werden und AMD will dafür verstärkt die Chips liefern. Derzeit wird der Markt für Server-Prozessoren von Intel beherrscht.

Eine schnelle Besserung des Geschäfts erwartet AMD trotzdem nicht. Für das laufende Vierteljahr kündigte der Konzern noch einen Umsatzrückgang von sechs bis zwölf Prozent im Quartalsvergleich an. Die AMD-Aktie legte nachbörslich dennoch um rund zwei Prozent zu. Sie hatte im vergangenen Jahr gut die Hälfte ihres Werts verloren.

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