Chiphersteller
Bei Infineon sinkt die Laune

Rekordjahre sind schön, doch sie haben den Haken, dass es danach meist abwärts geht. Dumm ist, wenn Boom kürzer dauert als der Abschwung. Wie bei Infineon. Nach den fetten Monaten, drohen dem Chiphersteller magere Jahre.
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MünchenDie aufziehende Konjunkturkrise bringt die Renditen des bayerischen Halbleiterkonzerns Infineon unter Druck. Für das neue Geschäftsjahr stellte das Unternehmen aus Neubiberg bei München am Mittwoch einen Umsatzschwund und rückläufige Margen in Aussicht. „Wir sind natürlich nicht immun gegen Konjunkturschwankungen“, sagte Vorstandschef Peter Bauer. Langfristig seien die Wachstumsperspektiven seines Hauses aber nach wie vor gut.

Für das seit Oktober laufende Geschäftsjahr 2011/2012 prognostizierte Infineon einen Umsatzrückgang um die fünf Prozent. Die operative Marge werde auf etwa zehn bis 15 Prozent schrumpfen. Im abgelaufenen Jahr hatte der Wert noch fast 20 Prozent erreicht. Vor allem die schwächelnde Nachfrage nach Chips für Industrietechnik macht dem Konzern zu schaffen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Infineon bei einem Umsatz von knapp vier Milliarden Euro ein Betriebsergebnis von 736 Millionen Euro erwirtschaftet und dank des Verkaufs der Mobilfunktechnik an Intel einen Überschuss von 1,1 Milliarden Euro verbucht.

Für das laufende Quartal äußerte sich der Chiphersteller noch pessimistischer als zuletzt im Oktober. Der Umsatz werde wegen der Schwäche im Industriegeschäft im Jahresvergleich um ein Zehntel schrumpfen, hieß es. Die Marge werde zwischen 13 und 14 Prozent liegen. Zur Dividende hielt sich Infineon bedeckt. Der Aufsichtsrat habe sich noch nicht mit dem Thema befasst, hieß es. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern seine Aktionäre mit zehn Cent je Aktie am Gewinn beteiligt.

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