Chiphersteller
Infineon soll „chinesischer“ werden

Der Chiphersteller Infineon hat sein Renditeziel bekräftigt und für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzminus von fünf Prozent prognostiziert. Mittelfristig soll der Umsatz von vier auf fünf Milliarden Euro steigen.
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MünchenDer Halbleiterkonzern Infineon rechnet weiterhin mit zurückhaltenden Investitionen seiner Industriekunden. Finanzvorstand Dominik Asam bekräftigte deshalb am Donnerstag auf der Hauptversammlung in München die Erwartung, dass der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um etwa fünf Prozent zurückgeht. Die Rendite solle allerdings nicht leiden.

„Die Zielmarge liegt über den Zyklus bei 15 Prozent. Kompromisse gibt es hier nicht“, sagte der Manager laut Redetext. Mittelfristig will Infineon aufgrund der wachsenden Nachfrage aus der Energie- und Autobranche seinen Umsatz auf fünf Milliarden Euro von zuletzt knapp vier Milliarden steigern.

Infineon-Chef Peter Bauer rückte in die Wachstumspläne in China in den Mittelpunkt. „Wenn wir in China weiter erfolgreich mitspielen wollen, müssen wir unsere Präsenz vor Ort verstärken und ein „chinesischeres' Unternehmen werden“, sagte er. „Wir wollen strategische Kooperationen eingehen und stärkere Unterstützung der lokalen Regierung erhalten. Das Ziel ist, Marktanteil und Umsatz von Infineon in China deutlich auszubauen.“

Asien spielt für den Chipkonzern seit längerem eine wichtige Rolle. Unter den Dax-Konzernen hat Infineon den größten Asien-Anteil beim Umsatz.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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