Chiphersteller Infineons Aufsichtsratschef tritt zurück

Der langjährige Chefaufseher Wolfgang Mayrhuber hört zur Hauptversammlung im Februar auf. Künftig soll der Rechtsanwalt Eckart Sünner Infineon kontrollieren. Doch er dürfte das Amt nur kurz behalten.
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Infineon: Aufsichtsratschef tritt zurück Quelle: dapd
Wolfgang Mayrhuber

Der ehemalige Lufthansa-CEO tritt als Chefaufseher bei Infineon zurück.

(Foto: dapd)

MünchenInfineon bekommt einen neuen Aufsichtsratschef: Eckart Sünner stehe künftig an der Spitze des Kontrollgremiums, teilte der Dax-Konzern am Freitagmorgen mit. Der Rechtsanwalt überwacht Infineon bereits seit 2007.

Allerdings werde Sünner „mittelfristig“ vom 65-Jährigen Wolfgang Eder abgelöst. Der Chef des Stahlherstellers Voestalpine soll auf der Hauptversammlung am 22. Februar in den Aufsichtsrat gewählt werden. Wann genau Eder dann die Führung des Gremiums übernimmt, ließ der Chipkonzern offen.

Der derzeitige Aufsichtsratschef Wolfgang Mayrhuber hört hingegen auf. Der ehemalige Lufthansa-Chef hat den Aufsichtsrat seit 2011 geführt. „Mit seiner führenden Position in vielversprechenden Märkten ist Infineon hervorragend aufgestellt, um die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre fortzusetzen“, sagte Mayrhuber.

Das sind die größten Chip-Hersteller der Welt
Platz 10: MediaTek
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Das 1997 gegründete Unternehmen aus Taiwan war 2008 mit einem Umsatz von 2,896 Milliarden Dollar noch auf 24 Rang der weltweit größten Halbleiter-Hersteller. Im vergangenen Jahr machte der Konzern 8,7 Milliarden Dollar Umsatz und steht nun auf Platz 10. MediaTek produziert vor allem Chips für Fernseher, 2015 waren in 64 Prozent aller Geräte Mikrocontrollerchips der Firma eingebaut.

(Quelle: Gartner)

Platz 9: NXP
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Der niederländische Halbleiterhersteller ist bereits seit 2006 im Geschäft. Zuletzt erzielte der Konzern mit Sitz in Eindhoven und rund 44.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 9,17 Milliarden Dollar. Die Chips der Firma werden vor allem in Verkehrssystemen und Veranstaltungszentren eingesetzt.

Platz 8: Toshiba
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Die Halbleitersparte des japanischen Konzerns steht seit einiger Zeit zum Verkauf. Noch gehört sie allerdings zum Konzern, 2016 war Toshiba Memory die profitabelste Firmensparte. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 10,05 Milliarden Dollar.

Platz 7: Texas Instruments
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Der Jahresumsatz des US-Konzerns mit Sitz in Dallas betrug zuletzt 11,78 Milliarden Dollar. Texas Instruments beschäftigt rund 32.200 Mitarbeiter und produziert Halbleiter für die Industrie, die Autobranche, Projektoren und Taschenrechner.

Platz 6: Micron
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Das Technologie-Unternehmen aus Idaho stellt hauptsächlich Speicherelemente für Computer her. Zuletzt lag der Jahresumsatz bei 12,59 Milliarden Dollar. Das Unternehmen wurde 1978 gegründet und hat mittlerweile mehr als 30.000 Mitarbeiter.

Platz 5: Broadcom
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Der Konzern aus Singapur machte zuletzt einen Jahresumsatz von 13,15 Milliarden Dollar. Nun bietet das Unternehmen 130 Milliarden Dollar für den amerikanischen Rivalen Qualcomm.

Platz 4: SK Hynix
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Das Unternehmen aus Südkorea wurde 1983 gegründet, zuletzt lag der Jahresumsatz bei 14,27 Milliarden Dollar. Als 2013 ein Brand die Produktionskapazitäten von SK Hynix in China lahm legte, stiegen die Preise für RAM auf dem Weltmarkt erheblich an.

„Daher sehe ich den geeigneten Zeitpunkt gekommen, die Leitung des Aufsichtsrats abzugeben.“ Zuletzt hat sich Mayrhuber im Herbst aus dem Aufsichtsrat der Lufthansa zurückgezogen. Sein Mandat bei der Münchener Rück gab er bereits Ende 2016 auf.

Infineon hat sich während der Amtszeit von Mayrhuber hervorragend entwickelt. Der Aktienkurs hat sich in den vergangenen sieben Jahren mehr als verdoppelt. Auch in jüngster Zeit lief es gut. Der Umsatz ist im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September endete, um rund neun Prozent auf gut sieben Milliarden Euro geklettert, die operative Marge stieg von 15 auf gut 17 Prozent. Auch für das laufende Geschäftsjahr verspricht Vorstandschef Reinhard Ploss kräftiges Wachstum.

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