Chiphersteller
Intel baut Forschung in Deutschland aus

Der weltgrößte Chiphersteller Intel baut seine Forschungsaktivitäten in Deutschland aus. Heute wurde ein neues Labor in Bayern feierlich eröffnet. Der Konzern will erstrecht in der schwierigen Marktphase investieren.

HB FELDKIRCHEN. In Feldkirchen bei München eröffnete Intel-Verwaltungsratschef Craig Barrett am Montag zusammen mit Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) das sogenannte Intel Open Lab als neuen Baustein im europäischen Forschungsnetz des US-Konzerns. "Nicht durch Sparen, sondern durch Investitionen kommt man aus der Krise", sagte der 69-jährige Barrett.

Er habe in den vergangenen Jahrzehnten bereits elf Rezessionen erlebt und gesehen, dass immer wieder dieselben Fehler gemacht würden. Innovationen zu fördern, Forschung voranzutreiben und Bildung zu verbessern stehe bei Intel ganz oben auf der Agenda. Barrett stand von 1998 bis 2005 an der Spitze von Intel und gehört zu den bekanntesten Managern in der Computerbranche. Seehofer bezeichnete das Intel-Engagement in dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld als Lichtblick und sprach von einem "schönen Signal".

Das Intel Open Lab München soll gemeinsam mit dem Intel-Forschungsinstitut in Leixlip in Irland die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der mehr als 800 Forscher an 18 Standorten in Europa koordinieren. In Deutschland gibt es weitere Intel Labs bereits in Braunschweig, Köln und Ulm. Zur Höhe der Investitionen in die neue Forschungseinrichtung äußerte sich das Unternehmen nicht. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern weltweit ein Forschungsbudget von mehr als fünf Mrd. $ (rund 3,97 Mrd Euro.)

Intel beschäftigt weltweit rund 80 000 Mitarbeiter, davon rund 460 in Deutschland, vor allem in der Zentrale in Feldkirchen. Mit einem Umsatz von 37,59 Mrd. Dollar ist Intel weltweit Marktführer in der Halbleiterherstellung. "Die Tatsache, dass Intel seine Europäischen Forschungsvorhaben von München aus steuern wird, unterstreicht die Rolle Bayerns als wichtigstes High-Tech-Zentrum in Europa", sagte Seehofer. In den vergangenen Jahren hatten bereits mehrere ausländische Konzerne Forschungszentren im Großraum München eröffnet, darunter der Suchmaschinen-Betreiber Google, der japanische Olympus-Konzern und der US-Konzern General Electric.

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