Chiphersteller
Intel schließt Fabriken

Der weltgrößte Chiphersteller Intel streicht nach einem Gewinneinbruch weltweit 5 000 bis 6 000 Stellen. Vergangene Woche hatte Intel einen deutlichen Umsatzrückgang und einen Gewinneinbruch um 90 Prozent vermeldet.

HB SANTA CLARA. Angesichts der Schwäche des Computermarktes will das Unternehmen die Produktion in insgesamt fünf Fabriken stoppen. Neben drei Fertigungsanlagen in Malaysia und auf den Philippinen soll die Produktion von 200-Millimeter-Wafern in Hillsboro (Oregon) sowie die Herstellung am Firmenstandort Santa Clara eingestellt werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Von der Schließung werden voraussichtlich bis zu 6 000 Mitarbeiter betroffen sein, nicht alle von ihnen würden jedoch das Unternehmen verlassen, hieß es. Intel werde im laufenden Quartal um die Profitabilität kämpfen müssen, teilte Unternehmens-Chef Paul Otellini laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg den Mitarbeitern mit. Die Umstrukturierung solle bis Ende 2009 abgeschlossen werden.

Die Schließungen der Fabriken werden den Umstieg auf neue, effizientere Herstellungsverfahren nicht beeinträchtigen, sagte Otellini. Trotz der spürbaren Auswirkungen angesichts der konjunkturellen Situation setzt der Konzern weiter auf die Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Fertigungs-Verfahren.

Der Chip-Riese hat die Konjunkturtalfahrt zum Jahresende voll zu spüren bekommen. Der Gewinn brach im Schlussquartal auch belastet von Abschreibungen für Investitionen in den Wimax-Spezialisten Clearwire um 90 Prozent auf 234 Millionen Dollar ein. Der Umsatz fiel um fast ein Viertel auf 8,2 Milliarden Dollar. Intel gilt als wichtiger Indikator für die gesamte Technologiebranche. Der US-Konkurrent AMD legt seine neuesten Zahlen an diesem Donnerstagabend vor.

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