Chiphersteller
Neuer Schub für die Dresdner AMD-Werke

In der Chipfabrik von Qimonda in Dresden gehen heute die Lichter aus: Morgen wird das Insolvenzverfahren eröffnet, die Produktion steht still. Ganz anders sieht es ein paar Kilometer weiter in den AMD-Werken aus. Hier sind die Techniker dabei, die Maschinen auf den neuesten Stand zu bringen.

MÜNCHEN. Dass Qimonda pleite ist, die Fabriken von AMD an der Elbe dagegen gerade für Millionen aufgerüstet werden, hat einen Grund: Der amerikanische Chipkonzern hat einen Investor gefunden, Qimonda nicht. AMD hat seine Werke Anfang des Monats in ein Joint-Venture mit der Advanced Technology Investment Company aus Abu Dhabi eingebracht. Die Araber sorgen jetzt dafür, dass das Globalfoundries genannte neue Unternehmen kräftig investieren kann: Insgesamt sechs Mrd. Dollar sollen in den nächsten fünf Jahren in neues Equipment, eine weitere Fabrik in Amerika sowie in die Entwicklung gesteckt werden, sagte gestern Globalfoundries-Chef Doug Grose in München. Zum Vergleich: Der Umsatz liegt derzeit bei 1,5 Mrd. Dollar. Weiter Zahlen veröffentlicht die Firma nicht.

Bislang haben die Fabriken in Dresden mit ihren 2 400 Mitarbeitern ausschließlich für AMD produziert. Doch der verlustreiche Konzern aus dem Silicon Valley konnte sich die teuren Werke schon lange nicht mehr leisten. In der derzeitigen Rezession sind die hochmodernen Werke nicht einmal annähernd ausgelastet. Deshalb wird Globalfoundries künftig auch für andere Halbleiteranbieter Chips produzieren.

Bislang waren die großen Auftragsfertiger, die sogenannten Foundries, ausschließlich in Asien angesiedelt. Weltmarktführer ist TSMC aus Taiwan. In Europa gibt es nur Nischenanbieter in diesem Bereich wie etwa X-Fab aus Erfurt. Globalfoundries will nun beweisen, dass eine große Foundry auch in einem Industrieland betrieben werden kann.

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