Chiphersteller
Russen kaufen Chiptechnik von AMD

Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat Maschinen und Technologie seiner Fab30-Fabrik in Dresden unter anderem an den russischen Elektronikkonzern Angstrem verkauft. Hintergrund sei die Umstellung der Fab30-Fabrik auf die moderne 300-Millimeter-Wafer-Technologie, sagte eine AMD-Sprecherin.

dpa DRESDEN. An dem Ausbau werde nach jetzigem Stand festgehalten. Die ältere Technik gehe an mehrere Geschäftspartner. In der Fab30 wird bisher auf 200-Millimeter-Wafern produziert.

Die russische Angstrem baut laut der "Sächsischen Zeitung" in Selenograd bei Moskau eine Chipfabrik, die Ende 2009 ihre Produktion aufnehmen soll. Die Zeitung beruft sich auf Angstrem-Chef Anatoli Suchaparow. Der AMD-Vizepräsidenten in Russland. Pierre Brunswick, bestätigte, dass das US-Außenministerium und die EU dem Technologietransfer zugestimmt hätten.

Der nach Intel weltweit zweitgrößte PC-Chip-Hersteller ist defizitär. Für das zweite Quartal wies AMD einen Verlust von knapp 1,19 Mrd. Dollar aus - doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. In Dresden ging die Zahl der Stellen von 3 000 auf 2 800 zurück. Zu Gerüchten, wegen der schwierigen Lage könnte AMD die Fertigung auslagern, wollte sich eine Sprecherin nicht äußern. Details zum Sanierungskonzept, das AMD profitabel machen soll, würden voraussichtlich zum Jahresende bekannt gegeben.

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