Chiphersteller
Schwacher PC-Markt macht Intel zu schaffen

Das laue PC-Geschäft bremst Intel aus, Umsatz und Gewinn des Chip-Herstellers gingen zurück. Neuen Schwung soll das nächste Microsoft-Betriebssystem Windows 8 bringen.
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San FranciscoPaul Otellini macht sich Mut: Immerhin 140 verschiedene Ultrabook-Modelle werden im Weihnachtsquartal den Kampf mit dem Macbook Air von Apple aufnehmen. Und 20 neue Tablets, alle mit Intel-Chips bestückt, werden gegen das iPad antreten, verspricht der Intel-Chef. Gleichzeitig, so hofft er, wird Windows 8 den PC-Absatz beleben. „Ich habe noch nie so viel kreative Energie bei den PC-Herstellern gesehen“, erklärte Otellini in der Analystenkonferenz anlässlich der Vorlage der Quartalsergebnisse. Er ist sich sicher, dass Intel den Übergang vom PC-Zeitalter auf das mobile Internet schaffen wird.

Pfeifen im dunklen Walde? Trotz Otellinis optimistischer Prognosen bleiben Zweifel. Die Branchenanalysten von IHS haben erst jüngst ihre Schätzungen für Ultrabooks, besonders leichte und und dünne Laptops, für 2012 drastisch von 22 Millionen auf 10,3 Millionen zurückgenommen. Die Akzeptanz im Markt fehlt einfach noch.

Vor dem Hintergrund einer schwachen Weltkonjunktur und angesichts vorsichtig operierender PC-Hersteller, die ihre Läger klein halten und Bestände abbauen, reicht das nicht mehr für Wachstum. Die Erlöse fielen im dritten Quartal im Jahresvergleich um 5,4 Prozent auf 13,46 Milliarden Dollar. Der Gewinn schrumpfte im dritten Quartal um 14,3 Prozent auf 2,97 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Die Intel-Aktie verlor nachbörslich gut zwei Prozent.

Das laufende vierte Quartal wird laut Otellini für das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara lediglich einen Umsatz auf Höhe des abgelaufenen dritten Quartals bringen, also rund 13,6 Milliarden Dollar. Finanzvorstand Stacy Smith deutete im Gespräch sogar an, dass Intel im Quartal die Chip-Produktion leicht zurückfahren werde.

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