Chiphersteller
ST Microelectronics macht Quartalsverlust

Der europäische Chiphersteller ST Microelectronics ist wegen Belastungen durch die Ausgliederung einer Sparte im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Beim Umsatz verfehlte das Unternehmen die Analystenerwartungen knapp. Dennoch gibt sich Unternehmenschef Carlo Bozotti zuversichtlich.

HB SAN FRANCISCO. ST Microelectronics habe einen Nettoverlust von 84 Mill. Dollar verbucht nach einem Gewinn von 74 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte der größte europäische Halbleiterkonzern am Montag nach US-Börsenschluss mit. Der Umsatz stieg auf 2,48 Mrd. Dollar von 2,28 Mrd. Dollar. Analysten hatten jedoch mit 2,51 Mrd. Dollar gerechnet.

ST Microelectronics begründete den Verlust mit Restrukturierungskosten, Belastungen im Zuge einer Ausgliederung einer Sparte und der Dollarabschwächung. "Aufgrund des anhaltenden und deutlichen Rückgangs des Dollarkurses werden unsere Verbesserungen bei der Rentabilität weiter von den negativen Währungsschwankungen wettgemacht", sagte ST-Microelectronics-Chef Carlo Bozotti. Für das zweite Quartal rechnet der Konzern mit einem Umsatz in einer Spanne von 2,29 bis 2,42 Mrd. Dollar und einer Bruttogewinnmarge von rund 37 Prozent. Analysten gehen im Durchschnitt von 2,33 Mrd. Dollar Umsatz aus.

Für das Gesamtjahr hält der Konzern an seiner Prognose von einem Marktwachstum von vier bis sechs Prozent fest. ST Microelectronics wolle dabei jedoch besser als der Gesamtmarkt abschneiden, sagte Bozotti am Dienstag bei einer Telefonkonferenz. Für das dritte Quartal zeigte sich ST Microelectronics optimistisch. "Die Zeichen für das dritte Quartal stehen - gemessen an unserem Auftragsbuch - gut", sagte Bozotti. Die neuen Produkte und Vermarktungsanstrengungen machten sich positiv bemerkbar. ST Microelectronics bietet ein sehr breites Produktspektrum von Chips für die Automobilindustrie sowie die Telekommunikations- und Unterhaltungselektronikbranche an.

An der Pariser Börse legten die ST-Microelectronics-Aktien im Vormittagshandel am Dienstag um 3,7 Prozent auf 7,67 Euro zu. Händler sagten, der positive Ausblick des Unternehmens habe die Dividendenpapiere beflügelt.

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