Chiphersteller will zusammen mit Europäern Werk in China bauen
Hynix sucht Hilfe bei ST Microelectronics

In der Chipindustrie bahnt sich eine neue Allianz an: Der angeschlagene koreanische Halbleiterproduzent Hynix verhandelt mit ST Microelectronics (STM) über den Bau einer gemeinsamen Fabrik in China.

HB/jojo MÜNCHEN. Dies bestätigte gestern ein Sprecher von Hynix. Allerdings seien die Gespräche noch in einem frühen Stadium. Der europäische Marktführer STM wollte sich nicht dazu äußern. Das französisch-italienische Unternehmen teilte lediglich mit, es sei permanent in Gesprächen mit Wettbewerbern, Zulieferern und Kunden.

Sollte es tatsächlich zu der Kooperation kommen, würde dies den Konkurrenzkampf in der Chipbranche erneut verschärfen. Die Wettbewerber von Hynix hatten lange gehofft, dass die Koreaner wegen ihrer tiefroten Zahlen vom Markt verschwinden würden. Das hätte nach dem Kalkül von Konkurrenten wie Infineon zu deutlich höheren Chippreisen geführt. Denn bis Mitte vergangenen Jahres hatte die Branche wegen der Wirtschaftsflaute mit großen Überkapazitäten und die Kosten nicht deckenden Preisen zu kämpfen.

Doch zu der Pleite kam es nicht. Mehrmals kamen koreanische Banken dem hoch verschuldeten Konzern zu Hilfe. Durch die jüngste Erholung der Branche kommt Hynix jetzt zudem langsam von selbst auf die Beine. Die vom Staat unterstützten Rettungsaktionen haben für Hynix aber eine bittere Konsequenz: In Europa und Amerika müssen die Asiaten auf ihre Produkte nun Strafzölle zahlen.

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