Chipindustrie
AMD baut Stellen ab

Der weltweit zweitgrößte Chiphersteller AMD will jeden zehnten Job streichen. Unklar ist noch, ob auch Stellen in Deutschland betroffen sind. In Dresden beschäftigt AMD rund 3000 Mitarbeiter.

HB SAN FRANCISCO. Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) will angesichts einer unerwartet schwachen Nachfrage jede zehnte Stelle streichen. Bis zum Herbst sollen 1680 Arbeitsplätze wegfallen, teilte der Erzrivale von Weltmarktführer Intel mit. Der Konzern ließ am Dienstag zunächst offen, ob von der Sparmaßnahme auch Stellen in Deutschland betroffen sind. AMD beschäftigt bei Dresden rund 3000 Mitarbeiter.

Der AMD -Umsatz belief sich nach Angaben vom Montagabend im ersten Quartal voraussichtlich auf lediglich 1,5 Mrd. Dollar - das sind 15 Prozent weniger als im vierten Quartal 2007, zugleich aber 22 Prozent mehr als vor einem Jahr. Börsianer hatten 1,62 Mrd. Dollar erwartet. Zum Handelsauftakt an der New Yorker Börse fiel die Aktie des Konzerns am Dienstag um knapp drei Prozent. Der enttäuschende Ausblick lastete auch auf Papieren der Konkurrenz: Infineon -Papiere fielen in Frankfurt um sieben Prozent.

Sowohl die schwache Konjunktur als auch der harte Wettbewerb mit dem größeren Konkurrenten Intel mache AMD zu schaffen, sagte Analyst Ashok Kumar von CRT Capital Group. Der zweitgrößte Chiphersteller hat im vergangenen Jahr Marktanteile an Intel abgegeben, da seine Technologie zur Chipherstellung nicht mit Intel mithalten kann. Nach Daten des Marktforschungsunternehmens iSuppli beendete Intel das Jahr mit einem Marktanteil von 79 Prozent auf dem Markt für Mikroprozessoren, während AMD lediglich auf 13 Prozent kam.

Intel ist wegen fallender Preise zuletzt jedoch ebenfalls zunehmend unter Druck geraten. Der Konzern senkte erst vor wenigen Wochen seine Prognose für die Umsatzrendite. AMD will die Bilanz für das Auftaktquartal am 17. April vorlegen, zwei Tage nach dem Konkurrenten Intel.

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